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Offener Brief der Wissenschaftsjournalisten | Lettre ouverte aux médias suisses

Der Tages-Anzeiger will bekanntlich die Ressorts Wissen, Kultur, Gesellschaft und Service zu «Teams» degradieren und in einem neuen Ressort «Leben» zusammenfassen. In einem offenen Brief schildert der Schweizer Klub der Wissenschaftsjournalisten, wie der journalistische Kultur- und Qualitätsabbau in der Schweiz sich im Bereich der Wissenschaft darstellt.

Im offenen Brief liest man: «Nicht nur beim Tages-Anzeiger und der Sonntagszeitung fielen in den letzten zehn Jahren Stellen von Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten weg, auch beim Bund, bei der Aargauer Zeitung, bei der Basler Zeitung, bei Le Temps, bei l’Hebdo und bei RTS. Die Liste dürfte nicht einmal vollständig sein. (...) Gerade in den Massenmedien braucht es einen unabhängigen Wissenschaftsjournalismus.»

In der Wissenschaftskommunikation sein in den vergangenen Jahren ein Missverhältnis zwischen journalistischem Schaffen und PR-Arbeit entstanden, wie in kaum einer anderen Sparte. «Während die Wissenschaftsredaktionen immer kleiner wurden oder ganz verschwanden, bauten Universitäten und Forschungsinstitute ihre Kommunikationsstellen kontinuierlich aus. Gerade hat der ETH-Bereich ein weiteres Portal für eigene Wissenschaftsnews lanciert. (...) Auch nach der Pandemie muss sich die Gesellschaft mit Themen auseinandersetzen, bei denen die Wissenschaft eine bedeutende Rolle einnimmt. Mit dem Klimawandel, der Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz, der Biotechnologie, 5G oder dem Verlust von Biodiversität kommen noch ganz andere Herausforderungen auf uns zu. Dafür ist ein fundierter Journalismus, der nicht interessengeleitet ist, unentbehrlich.» 

Lettre ouverte aux médias suisses

Offener Brief


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