Coalition suisse pour la diversité culturelle
Schweizer Koalition für die kulturelle Vielfalt
Coalizione svizzera per la diversità culturale
Coaliziun svizra per la diversitad culturala

Actualités


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Aktuelle Sonderseite TISA / TTIP


TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) (TAFTA)
TISA (Trade in Services Agreement) (ACS)
CETA/AECG (Accord économique et commercial global Canada-Union européenne)

Meldungen / Messages
Links + Quellen / Liens et sources
Website de la Commission: pages TTIP
Google-News «Exception culturelle»

Le “Trans-Atlantic Free Trade Agreement” (TAFTA), aussi appelé le “Transatlantic Trade and Investment Partnership” (TTIP), est un projet d'accord commercial UE-US.
Nous suivons ce dossier parce que certains groupes d'interêt en Suisse désirent un parail accord entre la Suisse et les Etats-Unis.


TISA (Trade in Services Agreement, TAFTA)
L'idée d'un accord sur le commerce des services a été lancée par les Etats-Unis et proposé à un groupe de Membres de l'OMC, le groupe dit Really Good Friends. Depuis février 2012 le groupe se réunit de manière régulière à Genève sous la conduite conjointe des USA et de l'Australie. Dès le début la Suisse participe activement aux travaux.
L'objectif de cette initiative est de conclure un accord complet sur le commerce des services, dont les travaux se basent sur l'AGCS.

L’Accord économique et commercial global Canada-Union européenne AECG (wikipedia) nous concerne en tant que modèle du TAFTA.

Dossier seco: français |deutsch
www.stop-tisa.ch


Actualités / Aktuelles


NB: Zur Zeit erreichen uns infolge der steigenden Medienpräsenz des Themas täglich 10 bis 20 Meldungen zu den Themen TISA und TTIP/TAFTA. Wir bemühen uns, davon jene Materialien und Informationen herauszufiltern, die uns für die Arbeit jener, die im Kulturbereich politisch enger mit der Thematik befasst sind, nützlich erscheinen. Für Hinweise sind wir dankbar.

[2017-05-16]

EuGH: Gutachten zu Handelsabkommen bestätigt erneut Zuständigkeit der Mitgliedländer in Fragen, für die sie gerichtlich zuständig sind

In einem Gutachten hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) heute festgestellt, dass das Handelsabkommen zwischen der EU und Singapur nur von der EU und den Mitgliedstaaten gemeinsam beschlossen werden kann. Das Gutachten gilt als richtungsweisend für die gesamte EU-Handelspolitik. Nationale Parlamente müssen künftig bei Abkommen beteiligt werden, wenn diese Konzernklagerechte enthalten: „Eine (…) Regelung, die Streitigkeiten der gerichtlichen Zuständigkeit der Mitgliedstaaten entzieht, kann nämlich nicht ohne deren Einverständnis eingeführt werden.“ Die EU-Kommission und das EU-Parlament wollten hingegen, dass die EU Abkommen wie TTIP, CETA etc. allein beschließen kann.  «Das Freihandels-Urteil stärkt die Demokratie» (Süddeutsche Zeitung)

Gutachten deutsch

Avis de la Cour (en français)

[2017-05-10]

Grundsatzurteil des EuGH zur Europäischen Bürgerinitiative gegen TTIP

Zulassung der Initiative wurde zu Unrecht verweigert.
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat heute die Europäische Bürgerinitiative (EBI) Stop TTIP für zulässig erklärt. Damit widerspricht der EuGH der Position der Europäischen Kommission, die sich 2014 geweigert hatte, Stop TTIP offiziell anzuerkennen und bestätigt die Position des Stop TTIP-Bürgerausschusses, der gegen die Kommissionsentscheidung geklagt hatte.

«Cette proposition ne constitue pas une immixtion inadmissible dans le déroulement de la procédure législative, mais le déclenchement légitime d’un débat démocratique en temps utile.» (Communiqé de presse)  Lire Médiapart....

Urteilstext deutsch

Texte de l'Arret en français

[2017-04-27]

TiSA & Co: Österreich debattiert seine Freihandelspolitik

Das von rund 562.000 Österreichern unterstützte Volksbegehren gegen CETA, TTIP und TiSA ist in Erster Lesung im Nationalrat behandelt worden. Das Volksbegehren wird nun in mehreren Sitzungen des Verfassungsausschusses weiter behandelt.  vol.at


[2017-04-15]

Genève: Drapeaux «stop TiSA» sur le quai du Mont-Blanc

A la demande du groupement «Stop Tisa», le Conseil administratif a accepté d’orner le pont du Mont-Blanc de drapeaux porteurs d’un message politique.

Des drapeaux «Stop Tisa» ornent le pont du Mont-Blanc depuis lundi après-midi pour une semaine. Le Conseil administratif de la Ville de Genève a ainsi accédé à une demande du groupement «Stop Tisa», à l’origine d’une pétition relayée par ces citoyens au Conseil municipal.

Le délibératif avait aussi voté à une large majorité une motion demandant que l’exécutif municipal exige que la Confédération fasse toute la transparence à propos des négociations internationales sur cet accord, qui vise à libéraliser toute une série de services publics.

La conseillère administrative Sandrine Salerno s’appuie sur une motion qui avait transcendé le clivage gauche-droite pour justifier de «politiser» le pont du Mont-Blanc, et une notion de services publics, mise en danger, qui concerne tout le monde. Une réponse à son collègue PDC Guillaume Barazzone, outré par cette initiative au point de rompre la collégialité, comme il l’a expliqué à 20 Minutes. 

Source: Le Courrier, 11 avril, p. 11

[2017-03-21]

TiSA: Anfrage von NR Regula Rytz betreffend Stand der TiSA-Verhandlungen

Text der Anfrage: «Ende 2016 hätte das von 23 Ländern angestrebte Tisa-Abkommen unterzeichnet werden sollen. Offenbar ist die auf Anfang Dezember angesetzte Verhandlungsrunde in Genf geplatzt.

- Was waren die Gründe für die Absage der Verhandlungsrunde in Genf?

- Wie sieht der weitere Fahrplan aus? Wann soll das Abkommen unterzeichnet werden?

- Welche Rolle spielt die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten für das weitere Vorgehen? Geht der Bundesrat davon aus, dass die USA aus dem Abkommen aussteigen werden?»

Antwort des Bundesrates vom 06.03.2017

In den letzten Monaten des Jahres 2016 konnten im Tisa-Prozess keine entscheidenden Fortschritte erzielt werden. Neben verschiedenen offenen Fragen wie etwa die Frage des Schutzes persönlicher Daten im Bereich des elektronischen Handels, die Ausgestaltung der Meistbegünstigungsverpflichtung und der Streitschlichtung spielte auch die handelspolitische Unsicherheit im Hinblick auf die US-Präsidentschaftswahlen eine Rolle.

Entsprechend haben die Verhandlungsteilnehmer im Dezember 2016 in Genf eine Bestandsaufnahme der Arbeiten vorgenommen und die Verhandlungen auf unbestimmte Zeit vertagt, womit auch der weitere Fahrplan inklusive einer allfälligen Unterzeichnung offen ist.

Die USA sind im Tisa-Prozess ein wichtiger Partner. Die handelspolitische Positionierung der neuen US-Administration steht hinsichtlich ihrer Haltung zum Tisa noch nicht fest. 

Wenn keine substantiellen Fragen gestellt werden, können auch die Antworten banal bleiben. Der BR – bzw. seine Dienste – sagen nicht mehr, als wir auf dieser Seite wissen.


[2017-02-15]

CETA-Abstimmung im Europaparlament

Das Europäische Parlament hat heute gegen alle Interventionen kritischer Stimmen der provisorischen Inkraftsetzung des Abkommens zugestimmt. Jene Teile, die in den Zuständigkeitsbereich der Mitgliedstaaten fallen, bedürfen nun noch der länderweisen Ratifikation; wenn ein Land ablehnt, kann CETA nicht in Kraft treten. Da die Kultur im Kompetenzbereich der Mitgliedländer liegt, hat CETA vorerst keine Auswirkungen auf Kulturförderungen usw. Weil die EU es verabsäumt hat, im CETA wie Kanada den Kulturbereich generell auszunehmen, kann also keine Entwarnung gemeldet werden. Nachdem grosse Teile der Sozialdemokratie (so der deutsche Kanzlerkandidat Schulz) das Abkommen unterstützten, war der Ausgang der Abstimmung vorauszusehen. 408 Abgeordnete stimmten für, 254 dagegen. Wie üblich erschienen in der Debatte (bei einer Minute Redezeit pro Votant) kaum sachlich neue Argumente: es dominierte die Beschwörung der Gefahr des Protektionismus. Kulturaspekte wurden nicht vorgebracht. 

Protokoll

[2017-01-27]

TiSA: neue Leaks verfügbar

Eine Reihe von Annex-Texten der letzten Verhandlungsrunde vom November 2016 ist auf der Website bilaterals.org publiziert worden. Eine erste Durchsicht auf Kultur-Aspekte zeigt einen Vorstoss der Schweiz im Annex E-Commerce mit dem Ziel, Handlungsfreiheit in den Bereichen Urheberrecht, Datenschutz, Konsumentenschutz und in der Kulturpolitik zu behalten: «This Annex is without prejudice to the policy objectives and legislation of the Parties in areas such as the protection of intellectual property, the protection of privacy and the confidentiality of personal and commercial data, the protection of consumers and the protection and promotion of the diversity of cultural expressions (including through public funding and assistance).» [p.15 unseres Dokuments].  Einzeldokumente bei bilaterals.org

Alle Texte in einem PDF (138pp, 14 MB)

[2016-12-15]

«Kultur- und Kreativwirtschaft muss zu einer politischen Priorität werden»

Die EU muss endlich dafür sorgen, dass dieser Sektor besseren Zugang zu Finanzmitteln und mehr Förderung erhält, meint der CDU/EVP-Parlamentarier Christian Ehler.
«Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist der Wachstumsmotor Europas. Der Übergang der digitalen Wirtschaft in die traditionellen Produktionsprozesse und herkömmlichen Wertschöpfungsketten wird zunehmend durch die Kultur- und Kreativwirtschaft ersetzt. Das Ergebnis ist, dass die sogenannte Kreativwirtschaft in Europa wächst und eine entscheidende Rolle bei der Reindustrialisierung Europas und beim Wirtschaftswachstum spielt. Unser aller Ziel muss es jetzt sein, eine spezifische Strategie zu entwickeln, die zur Unterstützung der Kultur- und Kreativwirtschaft beiträgt.»  Ganzen Beitrag bei euractiv.de lesen...

[2016-12-14]

Forum auf Radio SRF1: «Beginnt mit TiSA der Ausverkauf des Service public?»

Donnerstag, 15. Dezember, 20 Uhr

Es können im Voraus (siehe Link) online Fragen gestellt und Kommentare abgegeben werden.  Details zur Sendung

[2016-12-10]

TiSA und das Schweigen der Schweizer Medien

Über die oberflächliche Behandlung, die dem Freihandelsabkommen TiSA in den Medien widerfährt, äussert sich unser Vorstandsmitglied Mathias Knauer in einem Beitrag in der infosperber-Rubrik «kontertext».  Text lesen

[2016-11-22]

TiSA-Offerte der EU veröffentlicht

Die EU hat ihre zweite revidierte Offerte veröffentlicht. Sie sieht (p.19 s.) für Kultur und Sport, sowie für die Audivision (Film, Radio, TV, p. 125 s.) nach Ländern und Sparten differenzierte Ausnahmen vor.  PDF

[2016-11-16]

France: Rapport sur les enjeux numériques des négotiations ACS/TiSA/TAFTA

Le Gouvernement français appelle la Commission européenne à mettre en place un régime de circulation des données ouvert et favorable à l’innovation tout en préservant les intérêts européens dans les accords commerciaux.  Communiqué / rapports

[2016-11-11]

McDonald's verklagt Florenz auf 18 Millionen wegen Kulturentscheid – McDonald's attaque la ville italienne de Florence en justice

Oggi McDonald's chiede 17,8 milioni di euro di danni alla città di Firenze per aver fermato l'apertura di un ristorante dell'azienda in piazza del Duomo, classificata come patrimonio mondiale dell'Unesco.
La città di Firenze cerca di promuovere la filosofia Slow Food, la cultura culinaria locale, studia l'apertura di orti comunitari e orti sui tetti, questa città promuove un'alimentazione più sana per i suoi cittadini e tenta di conservare il suo patrimonio culinario e storico. – Nel giro di poco, una petizione ha raccolto quasi 25.000 firme.  Petizione su change.org

Le Monde

Im Unterschied zum krisengeschüttelten Porto, wo das historische Café Imperial von McDonald's usurpiert wurde (Bilder), zeigt die Bürgerschaft in Florenz Rückgrat.

[2016-10-25]

Zweite, revidierte TiSA-Offerte der Schweiz

Die Schweiz hat ihre revidierte Offerte, die zum 21. Oktober einzureichen war, veröffentlicht. Auch in dieser findet sich keine Referenz auf die Unesco-Konvention 2005. Die horizontalen Vorbehalte sind vollständig umformuliert worden. Es gibt einen generellen Subventionsvorbehalt (Inländerbevorzugung); betreffend Marktzugang scheinen die Reserven der früheren Offerte im Kulturbereich für die Modes 1-3 aufgegeben zu sein. Die Website des seco gibt keine Erläuterungen über die Gründe der Umbauten. 

PDF: TiSA, 2. revid. Offerte

Seco-Website

[2016-10-15]

Bedrohen die FHA unsere Erziehungssysteme?

«Do free trade deals pose a threat to higher education?» fragen Tino Brömme and Barnaby Britten in einem lesenswerten Artikel.
[...] In the gigantic Trade in Services Agreement, or TiSA, between 52 countries, education is explicitly mentioned. According to TiSA documents published by WikiLeaks, “states would be prohibited from requiring [educational] services to have a local presence, or from limiting the participation of foreign capital in such services”.

This would be of great interest to corporate giants such as Pearson, the Bertelsmann Group, online education providers like Coursera and in the near future why not also Silicon Valley tech firms. After all, investment dollars in ‘ed tech’ grew by a staggering 503% between 2010 and 2014, as noted by tech market analysis platform CB Insights. [...]  University World News

[2016-10-13]

BRD: Bundesverfassungsgericht billigt vorläufige Zustimmung zu CETA unter Bedingungen

Ein Nein der deutschen Regierung zu Ceta, das sich später als verfassungsrechtlich zulässig erweisen würde, hätte nach Auffassung des Verfassungsgerichts schwerere Nachteile als der Fall, dass sich das Abkommen nach eingehender Prüfung des Gerichts als verfassungswidrig erweist. Der Erlass einer einstweiligen Anordnung würde sich negativ und irreparabel auf die internationale Stellung der EU auswirken. Die deutsche Regierung muss aber sicherstellen, dass ab dem kommenden Jahr ausschließlich Teile des Abkommens gelten, die in die Zuständigkeit der EU fallen. Die beschwerdeführenden Organisationen werten das Urteil als Teilerfolg. Der Kulturbereich ist somit von der vorläufigen Anwendung auszuklammern, da die Kultur nicht in den Zuständigkeitsbereich der EU, sondern der Mitgliedstaaten gehört. Über die mit den Eilanträgen verbundenen Verfassungsbeschwerden wird das Gericht zu einem späteren Zeitpunkt verhandeln.  Pressemitteilung

Stellungnahme Deutscher Kulturrat

Erste Stellungnahme der Beschwerdeführer

[2016-10-10]

DGB fordert Änderungen bei CETA

In einem Schreiben an Kommissionspräsident Juncker nennen die deutschen Gewerkschaften fünf Punkte, die für ein Eintreten auf CETA klar geregelt sein müssen.
Wie ZEIT online berichtet, fordert der DGB in einer Resolution "effektive und juristisch bindende Lösungen" für insgesamt fünf Probleme. Erstens müsse der Schutz ausländischer Investoren stärker begrenzt werden. Zweitens müsse die öffentliche Daseinsvorsorge klarer vom Vertrag ausgenommen werden. Auch dürften, drittens, Sozial- und Umweltstandards nicht als Handelshemmnisse interpretiert werden. Viertens müsse das europäische Vorsorgeprinzip stärker wirken als alle Regeln des Ceta-Vertrages. Zudem müsse, fünftens, ein Mechanismus entwickelt werden, der Verstöße gegen Arbeitnehmerrechte und Umweltstandards ahnde.  Zeit Online

Resolutionstext deutsch

Resolution (english version)

[2016-10-07]

EU schickt CETA-«Beipackzettel» in die Vernehmlassung

Der durchgesickerte Entwurf für ein «Joint Interpretative Declaration on the CETA» zu Handen der Mitgliedstaaten wird von der Presse schon ironisch als Beipackzettel bezeichnet.

Der Text nimmt keinen Bezug auf einzelne umstrittene Vertragspassagen und bleibt bei unverbindlichen Versicherungen wie der, die Vertragstaaten behielten die Freiheit, ihr eigenes Recht zu schaffen und anzuwenden sowie wirtschaftliche Aktivitäten im öffentlichen Interesse zu regulieren, um damit «legitime Politikziele umzusetzen». Darunter werden auch der Konsumentenschutz oder die Stärkung und der Schutz der kulturellen Vielfalt genannt – die Passage wiederholt fast wörtlich den einschlägigen Text in der Präambel des Vertrags.

Derlei «Interpretationen» sind indessen nicht mehr wert als die bekanntlich juristisch unverbindlichen Präambel-Erklärungen solcher Abkommen. Es wird damit zum Beispiel nicht repariert, dass zwar Kanada den gesamten Kulturbereich ausgenommen hat, die EU hingegen nur den Bereich der Audiovision (Art. 7.7, p.144 u.a.)

Auffallend: das Thema Datenschutz wird nicht erwähnt.

Von den vielen kritischen Stimmen zitieren wir hier den Kommentar von Guy Taylor von der britischen NGO Global Justice Now.

«These leaked documents prove just how much trouble this toxic trade deal is in. They show a panicky commission in Brussels issuing a series of defensive declarations, organising extraordinary meetings of ministers, and staying in a permanent state of crisis to try and legitimise a trade deal that is deeply unpopular and deeply undemocratic.

Now that TTIP is widely acknowledged to be effectively dead, Brussels is doing all it can to salvage CETA. The declaration has no legal basis, is devoid of substance and only goes to show how desperate the commission is to obtain support for a corporate coup that has been condemned across Europe.»  Global Justice Now

Text «Joint Interpretative Declaration»


[2016-10-07]

L'opposition à TISA, TTIP, etc. s'organise en Suisse

Un grand nombre de personnes de toutes les régions du pays a manifesté à Berne contre les accords de libre-échange et demande un autre type de commerce.

Photos...

L’appel à la manifestation a été lancé par une vaste alliance de différentes organisations. La résolution suivante a été adoptée:

La démocratie comme obstacle au commerce? Non, merci!
Depuis plusieurs années, des négociations ont lieu sur différents accords de libre-échange qui concernent la Suisse, mais dans un cadre qui exclut la transparence et la participation démocratique. Pour l’accord TISA («Trade in Service Agreement» ou «Accord sur le commerce des services, ACS»), la Suisse est assise à la table des négociations. Concernant les accords TTIP («Transatlantic Trade and Investment Partnership» ou «Partenariat transatlantique sur le commerce et l’investissement, PTCI» entre les USA et l’UE) et CETA («Comprehensive Economic and Trade Agreement» ou «Accord économique et commercial global, AECG», entre le Canada et l’UE), on discute sur une possible intégration de la Suisse dans les discussions. Ce sont avant tout les grands groupes d’entreprises actifs sur le plan mondial qui profiteront de ces accords ainsi que de l’alignement vers le bas des normes environnementales et sociales qui en résulte. Au moyen de tribunaux d’arbitrage opaques, ces trusts peuvent empêcher l’introduction de lois qui leur déplaisent ou déposer des plaintes contre ces dernières, en réclamant à la Suisse des dédommagements de plusieurs milliards de francs. Ces démarches annulent ainsi l’Etat de droit, la souveraineté étatique et la démocratie. Ensemble contre les accords TTIP, TISA & Co et pour un autre type de commerce! Le monde n’a pas besoin de plus de commerce, mais d’un commerce équitable! Des mesures sont nécessaires au niveau mondial pour imposer des normes environnementales et sociales élevées, au lieu d’une déréglementation sans fin. Nous nous opposons à la menace d’une dictature imposée par les trusts, qui annule les structures démocratiques, l’Etat de droit et qui place les intérêts des entreprises multinationales au-dessus du bien-être de la société.

  • Nous demandons l’arrêt des négociations;
  • Nous demandons la transparence complète des négociations;
  • Nous demandons une votation populaire sur tous les accords de libre-échange.
 

[2016-10-06]

Broschüre über die Aussenwirtschaft der Schweiz

Unter dem Titel «Handel statt Heimatschutz» publiziert Avenir Suisse «eine 3-Säulen-Strategie für den Aussenwirtchaft der Schweiz».
Zu TiSA gibt es einen kurzen Abschnitt, der den engen Horizont und den Tenor dieser Publikation gut zum Ausdruck bringt: «Durch das Abkommen sollen unter anderem die im Zuge der Digitalisierung wichtigen Datenflüsse geregelt werden. Vorgesehen ist die Gewährleistung des freien Informationsaustauschs zwischen den Akteuren der Teilnehmerstaaten. Weiter sollen Markteintrittsbarrieren in der Gesundheits-, Wasser- und Energieversorgung sowie bei der Bildung und im Finanzsektor abgebaut werden. Gerade für die Schweiz mit ihrem grossen Anteil an öffentlichen Eignern in den genannten Bereichen würde das Abkommen einen internen Reformschub auslösen, um die Leistungen effizienter und freier von politischen Partikularinteressen zu erbringen.» 

Dokument als PDF

[2016-10-04]

TiSA: Bericht der EU über die September-Verhandlungsrunde

Ein 7-seitiger summarischer Bericht der Kommission listet die Themen der 20. Verhandlungsrunde auf und nennt einige Punkte, wo wesentliche Differenzen bestehen. Der Bericht erlaubt keine Beurteilung der Entwicklungen in den wesentlichen Streitfragen. Bestätigt wird der Wille der «Really Good Friends», die Verhandlungen mit erhöhtem Tempo noch dieses Jahr zum Abschluß zu bringen. Ein Treffen der Chefunterhändler soll am 17./18. Oktober, eine weitere Verhandlungsrunde vom 2. bis 10. November stattfinden. Die Schweiz will eine revidierte zweite Offerte am 21. Oktober vorlegen. 

Report of the 20th negotiation round

[2016-09-20]

CETA: Die SPÖ-Basis meldet sich zu Wort

Nach den Meldungen über das Kuschen der SPD-Spitze am Montag kann die FAZ heute melden: 88 Prozent der in der ersten landesweiten Mitgliederbefragung der Sozialdemokratischen Partei Österreichs Antwortenden haben sich dagegen ausgesprochen, dass Österreich der vorläufigen Anwendung von Ceta auf EU-Ebene zustimmt. 92 Prozent der Mitglieder antworteten mit „Nein“ auf die Frage, ob Ceta in Kraft gesetzt werden sollte, falls der Vertrag die Möglichkeit von Schiedsverfahren privater Investoren gegen Staaten vorsieht. 

[2016-09-20]

Reaktion auf neue TiSA-Leaks: Europäische Konsumentenschützer beginnen sich einzumischen

Die Annexe betreffend E-Commerce, Telecom und Finanzdienstleistungen seien im gegenwärtigen Zustand "unlikely to lead to a good deal for consumers". BEUC, die Europäische Konsumentenorganisation, liefert Analysen dieser drei Kapitel.  Communiqué / Analysen BEUC

Leak-Texte

[2016-09-15]

Neu bekanntgewordene TiSA Dokumente

Heute wurden von Wikileaks neue Versionen und Analysen bekanntgemacht. Eine grobe Analyse ist bei der Süddeutschen Zeitung zu lesen, die die Dokumente vorab einsehen konnte.  SZ

Texte 2015-06-15 (zip-Archiv)


[2016-09-15]

TiSA: Demonstration in Bern – Manifestation à Berne

8. Oktober 2016, 15h Bundesplatz 8 octobre 2061, 15h Place Fédérale 

Flyer für Druck herunterladen

[2016-08-31]

Parlamentarische Enquete zu CETA/TTIP in Österreich

Am 14.9., 10h bis ca.18h findet im Nationalratssal eine Enquete zum Thema"CETA und TTIP - Die Freihandelsabkommen der EU und ihrer Mitgliedstaaten mit Kanada und den USA" statt, die per Livestream übertragen wird.
Bundeskanzler Christian Kern und Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner leiten in das Thema ein, Grußworte kommen von den BotschafterInnen der USA und Kanadas. Über rechtliche Grundlagen referieren Andreas Kumin vom Außenministerium und Gerlinde Wagner von der Parlamentsdirektion. Zur Freihandelspolitik der EU nehmen Fritz Breuss (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung - WIFO), Verena Madner (Wirtschaftsuniversität Wien), Werner Raza (Österreichische Forschungsstiftung für internationale Entwicklung -ÖFSE) und Jörg Wojahn (Europäische Kommission) Stellung. Dazu sind Reaktionen der Parlamentsfraktionen und eine anschließende Debatte vorgesehen. Am Nachmittag sollen in zwei Panels wesentliche Detailfragen der beiden Abkommen erörtert werden. Zum einen geht es um "Investitionsschutz, regulatorische Zusammenarbeit, Abbau tarifärer Hemmnisse, öffentliche Dienstleistungen bei CETA und TTIP". Die Frage "Sind unsere Standards durch CETA und TTIP gefährdet?" ist das Thema des zweiten Panels, wobei Lebensmittelsicherheit, Landwirtschaft, KonsumentInnen-, Umwelt- und ArbeitnehmerInnenschutz im Mittelpunkt stehen. Dabei soll das gesamte Meinungsspektrum abgebildet werden.  Livestream der Enquete

«Assess CETA», Studie der AK Wien von Werner Raza et al., zu den ökonomischen Wirkungen des geplanten Abkommens (PDF 3.6 MB)

[2016-08-30]

Matthias Fekl : « La France demande l’arrêt des négociations du Tafta »

Selon un message du journal Le Monde, le gouvernement français souhaite cesser les négociations de l’accord de libre-échange entre l’UE et les Etats-Unis.  Le Monde

[2016-08-23]

Pressekonferenz zur Grossdemonstration vom 17. September in Deutschland

Das Bündnis gegen CETA und TTIP begründete in Berlin die Gründe für seine Forderung, CETA in der bestehenden Form nicht zu verabschieden.
Wir zitieren nachfolgend das Votum von Olaf Zimmermann (Deutscher Kulturat). (Die Aufzeichnung der Presskonferenz kann auf Youtube nachverfolgt werden.) "Lassen Sie es mich gleich zu Beginn sagen: Kunst ist international, die Kulturwirtschaft arbeitet international! Wenn der Deutsche Kulturrat, als Spitzenverband der Bundeskulturverbände, sich gegen CETA und TTIP wendet, geschieht dies nicht aus nationalistischen Gründen oder weil die Kulturmärkte abgeschlossen werden sollen. Aber gerade weil wir international arbeiten, ist es notwendig, dass die Spielregeln bei CETA und TTIP nicht einseitig zugunsten weniger multinationaler Mega-Kulturkonzerne verschoben werden. Es geht um die Rahmenbedingungen für Künstler, für die Kulturwirtschaft und für den öffentlich finanzierten Kulturbereich. Die Kulturwirtschaft in Deutschland erbringt einen größeren Anteil zur Bruttowertschöpfung als die chemische Industrie oder die Energieversorger. Wir setzen uns mit unserem Protest also für den Wirtschaftsstandort Deutschland und Europa ein. Und unter diesem Gesichtspunkt müssen wir feststellen, dass CETA weit hinter unseren Erwartungen zurückbleibt und nachverhandelt werden muss. Urheberrecht, Filmwirtschaft, öffentlicher Kultursektor, öffentlich-rechtlicher Rundfunk sind nur einige Stichworte. Dass kulturelle Vielfalt ein hohes Gut ist und identitätsstiftend wirkt, scheint für die Kanadier mehr Wert zu haben als für die Europäer. Kanada hat in sechs von 30 Kapiteln im CETA-Vertrag Ausnahmen für ihre gesamte Kulturwirtschaft vorgesehen. Demgegenüber hat die EU-Kommission nur die audiovisuellen Dienste teilweise ausgenommen. Unser Resümee ist: Die EU-Kommission hat die europäische Kulturwirtschaft bei den Verhandlungen im Stich gelassen. So wie es jetzt ist, darf CETA nicht verabschiedet werden. Und wenn TTIP so würde wie CETA, wäre der Schaden für den Kulturbereich noch größer. Deshalb demonstrieren wir am 17. September mit!"  Youtube-Video (32 min.)

Pressemitteilung

[2016-07-19]

Kommunale Betriebe: in Karlsruhe setzt die Wasserversorgung Standards

Die Karlsruher Stadtwerke haben angesichts der herrschenden Unklarheiten selber untersucht, inwiefern die geplanten EU-Freihandels- und Investitionsabkommen mit Kanada (CETA) und den USA (TTIP) sowie das plurilaterale Dienstleistungsabkommen TiSA Auswirkungen auf die kommunale Wasserversorgung haben können.  Website

[2016-07-18]

USA: Lobby-Positionen zum E-Commerce

Vier US-Lobby-Verbände haben am 13. Juli 2016 bei einer Anhörung im Haushaltsausschuss des US-Abgeordnetenhauses sich gegen Vorschriften zum Datenschutz und zur lokalen Speicherung von Daten in Freihandelsabkommen ausgesprochen und dabei deutlich die Interessen der US in Bezug auf den digitalen Handel zum Ausdruck gebracht, die in vielem den EU-Standards zuwiderlaufen. Die Statements zeigen in anschaulicher Weise wichtige Interessen der US-Handelspolitik auf, nämlich mit TPP, TTIP u.a. die Vormachtstellung im Bereich des Internet und digitalen Handels zu sichern. 

Die Statements: ITIF, Internet Association, IBM, PayPal (englisch)

[2016-07-14]

Neue Broschüren zu CETA

AK, ÖGB und DGB haben vier neue Informationsbroschüren zum fertig verhandelten Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Kanada zusammengestellt. Jeder Folder deckt eines der folgenden Themen ab: CETA – KEINE SONDERKLAGERECHTE FÜR KONZERNE Ein Großteil der Kritik an den vielen neueren Handelsabkommen, die die EU zurzeit verhandelt, richtet sich gegen Investor-Staat-Klagerechte. CETA – KEINE AGENDA ZUR SICHERUNG UNSERER ARBEITSSTANDARDS Die acht ILO-Mindest- bzw. Kernarbeitsnormen müssen ebenfalls ratifiziert, in nationales Recht umgesetzt und effektiv angewendet werden. CETA – ÖFFENTLICHE DIENSTLEISTUNGEN UNTER DRUCK Versorgungssicherheit, Arbeitsplätze und gute Qualität öffentlicher Daseinsvorsorge auf dem Spiel. CETA– REGULIERUNGSZUSAMMENARBEIT GEFÄHRDET DEMOKRATIE UND STANDARDS Demokratiedefizit - Parlamente werden ignoriert. Die Regulierungszusammenarbeit zwischen EU und Kanada wird in transatlantischen Gremien stattfinden.  Download bei der Österreichischen Bundesarbeitskammer

[2016-07-10]

Victoire judiciaire de l'Uruguay sur Philip Morris

L'Uruguay a remporté son long conflit contre le cigarettier Philip Morris, qui lui réclamait 25 millions de dollars (près de 22,5 millions d’euros) en compensation des pertes occasionnées par la stricte réglementation antitabac locale. Le géant helvético-américain poursuivait depuis 2010 ce petit pays sud-américain (3,3 millions d’habitants) pour ses mesures contre le tabagisme.  Le Monde, 9.7.2016

swissinfo.ch (español)

[2016-07-06]

Neue Studie zum Investitionsgerichtssystem (PSI)
Nouvelle Etude sur le Système Juridictionnel des Investissements

Public Services International (PSI), the trade union federation that represents public sector unions globally, and in Europe, released research showing that the European Union’s proposal to create a new investment court could open governments to hundreds of court cases costing billions of dollars. Public Services International (PSI) has sent copies of Investment Court System (ICS): The Wolf in Sheep’s Clothing to all MEPs urging them to reject the EU’s «great corporate rebrand». The research shows that only 1% of USA-based investment is currently covered but under the new proposal in the TTIP 100% would be covered, potentially creating a flood of cases. «The European Commission’s new investment court provides foreign multinational companies with the right to sue governments for making democratic decisions in the public interest», Rosa Pavanelli, PSI General Secretary, said today. «Why are our governments giving rights to foreign corporations that local companies and local workers don’t have? Allowing the most powerful corporations on the planet to take taxpayers’ money is a recipe for increased austerity and cuts to public services» she said. The study shows that in 2003, the Czech Republic paid a corporation US$354 million, then the equivalent of the countries health budget. Ecuador has just started paying US$ 1.1 billion to a US-based oil company – 90% of its social welfare expenses budget for 2015. The study points out that the fundamentals have not changed to a system that gives 94.5% of known awards to companies with at least US$ 1 billion in annual revenue or to individuals with over US$100 million in net wealth. The study also points out that ICS is not judicially independent nor would it protect governments from having to pay compensation to corporations for making lawful, non-discriminatory laws to protect workers, health or the environment. Worryingly, collective bargaining agreements amongst social partners could become the target of lawsuits. The European Commission (EC) recently released its proposal for ICS claiming that it was a new gold standard. Many regard the move as an attempt to quell public anger following a record 150,000 people responding to the EC’s public consultation on ISDS with over 97% rejecting it. At the time the EU trade chief, Cecilia Malmström, said ISDS had become «the most toxic acronym in Europe». 

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[2016-07-05]

CETA nun doch ein «gemischtes Abkommen»

Wie am 5.7. bekannt wurde, wird CETA von der EU-Kommission nun doch als gemischtes Abkommen behandelt – da es Auswirkungen auf die souveränen Rechte von Mitgliedstaaten (oder deren Untereinheiten) hat, muss es von den nationalen Parlamenten behandelt und ratifiziert werden. 

[2016-07-04]

Deutscher Musikkrat zu TTIP/CETA: Parlamente müssen entscheiden

Die EU-Kommission plant neuerdings, das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada (CETA) ohne Einbindung der nationalen Parlamente zu verabschieden. Der Präsident des Deutschen Musikrates Martin Maria Krüger erklärte dazu in einer Pressemitteilung: „Eine Beteiligung der nationalen Parlamente ist für die Entscheidung über das Freihandelsabkommen CETA gerade auch im Hinblick auf die laufenden Verhandlungen zu TTIP unverzichtbar. Die Europäische Union muss den nationalen Parlamenten ihre demokratischen Mitwirkungsrechte gewähren, um bei den Bürgerinnen und Bürgern Akzeptanz zu finden. Es darf bei der Abstimmung nicht unberücksichtigt bleiben, dass die Vielfalt unseres Musiklebens durch CETA in der vorliegenden Fassung grundlegend gefährdet wäre.» 

[2016-06-28]

Zwängerei in Brüssel: Juncker will beim CETA die Parlamente umgehen

Brüssel zieht offensichtlich keine Lehren aus den Analysen der «Brexit»-Ursachen. Nach dem Plan der EU-Kommission soll CETA nicht als «gemischtes Abkommen» behandelt werden, sondern als Abkommen mit ausschließlicher EU-Zuständigkeit, womit ein Mitentscheidungsrecht durch die nationalen Parlamente der EU-Staaten ausgeschlossen würde. "Der Öffentlichkeit das Recht zu entziehen, an dieser wichtigen Debatte teilzunehmen, ist undemokratisch und stellt eine grundsätzliche Missachtung der Stimme des Volkes dar", kritisiert demgegenüber der UN-Menschenrechtsexperte Alfred de Zayas. Im Falle eines Konfliktes zwischen Handelsabkommen und Menschenrechtsabkommen würden letztere den Vorrang haben. "Staaten dürfen keine Verhandlungen führen, die die Verpflichtungen aus den Menschenrechtsabkommen verzögern, unterlaufen, behindern oder unmöglich machen", betont Zayas. Es sei nicht Aufgabe des Staates, Investoren oder transnationalen Unternehmen Profite zu garantieren, sondern im öffentlichen Interesse Gesetze zu erlassen und zu regulieren.  passim in der Presse, zB. SZ

OHCR Communiqué

[2016-06-21]

TiSA/TTIP: Neues Bündnis in Bern gegründet

Le contenu de l'accord de libre-échange transatlantique (TTIP) et celui sur le commerce des services (TISA) doit être rendu public. La gauche, les syndicats et des ONG ont lancé mardi une alliance pour exiger plus de transparence. In Bern ist am Dienstag das Bündnis "Gemeinsam gegen TTIP, TISA & Co." gegründet worden. Dieses kämpft gegen drohenden Demokratieabbau, der mit den geplanten Freihandelsabkommen verbunden wäre. 

article swissinfo en français

Meldung swissinfo deutsch

[2016-06-16]

Bischöfe der EU und der USA fordern ethische Prüfung von TTIP

In einer gemeinsamen Stellungnahme hinterfragen die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen der EU und der USA, Reinhard Marx und Joseph Edward Kurtz, u.a. das Instrument von international bindenden Schiedsgerichten
Die EU-Bischofskommission (COMECE) und die US-Bischofskonferenz (USCCB) fordern eine "gründliche" Prüfung des Freihandelsabkommens TTIP nach sozialen und ökologischen Kriterien. Freihandel könne von Vorteil sein und zu einer besseren gemeinsamen Zukunft beitragen, erklärten COMECE-Vorsitzender Kardinal Reinhard Marx und der USCCB-Vorsitzender Erzbischof Joseph Edward Kurtz, am Donnerstag in Brüssel und Washington. Die TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) müsse zum Wohl aller Bürger beitragen, vor allem der Armen. Mögliche Vorteile müssten gerecht verteilt werden, damit sich die Ungleichheit nicht weiter vergrößere, so die Bischöfe. Alle Menschen bräuchten ein Mitspracherecht an Entscheidungen, die ihr Leben beeinflussen. Nach COMECE-Schätzungen sind eine Milliarde Menschen direkt von dem Handelsabkommen betroffen. Es müsse zu einer "sichereren" und "friedlicheren" Welt führen, statt "politische Spannungen" weiter zu verschärfen. 

Communiqué

[2016-05-29]

Gutachten zum politischen Gestaltungsspielraum von Ländern und Kommunen unter CETA

Eine vom Landesgericht Baden-Württemberg in Auftrag gegebene Studie vom Januar 2016 wurde von der Regierung Kretschmann geheimgehalten und erst jetzt auf Intervention eines Mitglieds des TTIP-Beirats des Landes publiziert.
In der Zusammenfassung des Gutachtens des Tübinger Europarechtlers Martin Nettesheim, finden sich die folgenden Punkte, die namentlich im Bereich Dienstleistungen auch für die Schweiz (TiSA) von Interesse sind. 1. CETA lässt den politischen Gestaltungsspielraum der Länder und Gemeinden in der Bundesrepublik Deutschland nicht unberührt. Dies gilt auch dann, wenn man in Rechnung stellt, dass diese Verbände in den von CETA erfassten Sachbereichen nur beschränkte Handlungskompetenzen haben und vielfältigen grundgesetzlichen, gesetzlichen und EU-rechtlichen Bindungen unterliegen. 2. Die Freiheit der Länder und Gemeinden, den Bürgerinnen und Bürgern umfassende, effiziente und kostengünstige Leistungen der Daseinsvorsorge zu erbringen, wird durch die in CETA begründete Freiheit zur Niederlassung kanadischer Unternehmen berührt. Eine umfassende Freistellung von Dienstleistungen des Allgemeininteresses findet sich in CETA nicht. Die Ausschlussklauseln und die Vorbehalte, die sich im Vertragstext und in Erklärungen der EU und Deutschlands finden, erfassen nur Teilbereiche. Der Vorbehalt zugunsten der „governmental authority“ ist überprüfungsbedürftig. Auch die Vorbehalte zugunsten der „public utilities“ und der „social services“ leiden unter Unklarheit. [...] 3. Es bedarf der Klarstellung, dass der investitionsschutzrechtliche Bestandsschutz („Fair-and-equitable-treatment“; Verbot der indirekten Enteignung) nicht auf Maßnahmen angewandt wird, die nach dem materiellen CETA-Recht legitim sind. Dies gilt sowohl für mitgliedstaatliche Regulierungsmaßnahmen als auch für Subventionen. Klarzustellen ist auch, dass die Weiterentwicklung des „FET“-Standards nicht zu einer Einschränkung der Regelungsautonomie von Ländern und Gemeinden führen kann. [...] 4. Die Vorgaben, die sich dem Kapitel „Domestic Regulation“ entnehmen lassen, bedürfen der Konkretisierung, um zu verhindern, dass sie eine einschneidende und umfassende substanzielle Bindung von Ländern und Gemeinden bewirken. Zu verhindern ist, dass die Gestaltungsspielräume, die den Ländern und Gemeinden nach innerstaatlichem Recht zustehen, über die Anforderungen an die Objektivität der ergriffenen Regelungen übermäßig eingeschränkt werden. [...] 5. Die Handlungsfreiheit der Länder und Gemeinden kann auch durch die Öffnung grenzüberschreitender Dienstleistungsmärkte berührt werden. Insofern bedarf es der politischen Prüfung, ob es sachgerecht ist, hier weniger Vorbehalte als im Investitionsbereich zu erklären. 6. Auch im Dienstleistungsbereich bedarf es einer genaueren Abstimmung zwischen den Regelungen über die substanzielle Gestaltungsbefugnis („right to regulate“) und den sich aus CETA ergebenden Bindungen. Auch hier darf es nicht zu einer Aushöhlung der Gestaltungsbefugnis kommen. Kultur Ausführliche Erwägungen finden sich im Gutachten zum Kulturbereich (pp. 29 s., 40 ss.). Betreffend die Ausnahme des audiovisuellen Sektors wird bemängelt, dass dieser nicht ausreichend definiert ist, namentlich auch kein CPC-Sektor angegeben wird (p.27s.): «Nach den Regelungen der heutigen CPC gehört zwar die Herstellung von Film-, Fernseh-, Radio-, Video- und Soundproduktionen zu den audiovisuellen Dienstleistungen, nicht aber deren Übertragung. Die Übertragungsdienste („broadcasting, programming and programme distribution services“) werden heute als Teil des Telekommunikationssektors („Telecommunications, broadcasting and information supply services“) angesehen. Ebenfalls sollte die Ausnahme auch auf das Investitionsschutzkapitel (Kapitel „Investment“, Section 4) erstreckt werden. Andernfalls könnten über den „FET“-Standard materielle Regelungsbefugnisse in Frage gestellt werden. Eine Klarstellung scheint vor allem deshalb sinnvoll, um außer Frage zu stellen, dass die Verantwortung der Länder für den Bereich des (privaten) Rundfunks weiterhin unbeschränkt wahrgenommen werden kann.»  Gutachten (PDF)

Hintergrund-Artikel (TAZ)

[2016-05-26]

De nouveaux documents dévoilent les coulisses du traité Tisa

  Libération

Wikileaks


[2016-05-12]

TTIP und die Schweiz

Eine neue Studie («Switzerland at the Table or on the Menu?») des Schweizer Netzwerks «foraus» beleuchtet die möglichen Handlungsoptionen der Schweiz angesichts der sich abzeichnenden TTIP.
«À ce jour, les décideurs politiques suisses ont sous-estimé le potentiel d’influence du TTIP sur les relations Suisse-UE. Par exemple, l’UE pourrait considérer les accords bilatéraux de nature non-dynamique encore plus problématique à la lumière du développement continu de la règlementation liée au TTIP et ce alors même que les relations suisses avec l’UE sont dans une étape cruciale. Repousser le débat suisse sur le TTIP et résoudre « un problème à la fois » relève d’une stratégie imparfaite. Un potentiel TTIP est indissociable de l’actuelle impasse des relations de la Suisse avec l’UE . La diplomatie économique et les profondes relations politico-institutionnelles avec les plus proches partenaires de la Suisse ne peuvent plus être dénouées. Qu’on apprécie ou non le TTIP, l’accord pourrait très bien bétonner la fin du libre-échange désengagé, pour lequel la diplomatie économique sans concessions institutionnelles n’est plus possible. Ce papier de discussion est structuré comme suit : la première partie introduit le contexte et les points clefs du TTIP, en particulier ses implications pour les États tiers. La seconde partie montre comment le TTIP aurait un impact sur l’économie suisse et quelles options précises la Suisse ainsi que les autres pays membres de l’AELE pourraient poursuivre, étant donné les liens économiques significatifs avec l’UE. La troisième partie distingue deux défis sous-jacents pour l’UE – l’effet exact sur les États non-européens n’est toujours pas clair.» (Aus der Zusammenfassung)  Download

[2016-05-02]

Neue TTIP-Leaks bestärken die Skepsis gegenüber der EU-Kommission

Die heute veröffentlichten Verhandlungsprotokolle zeigen laut den Vorabanalysen der Süddeutschen Zeitung, dass die US starken Druck auf die EU ausübt, bisherige Regulierungen aufzugeben.
  Download (ZIP; 1.4 MB)

Dossier Süddeutsche Zeitung

[2016-04-20]

Für eine allgemeine Ausnahme von Kunst und Kultur in TTIP

Appell der Kunst- und Kulturverbände Österreichs

Die unterzeichnenden Mitglieder der ARGE Kulturelle Vielfalt der Österreichischen UNESCO-Kommission, warnen eindrücklich vor negativen Konsequenzen der geplanten Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zwischen der EU und den USA für die europäische Kunst-, Kultur- und Medienlandschaft. Im Stimmengewitter rund um die TTIP-Verhandlungen drohen die Themen Kultur und Medien unter „ferner liefen“ verbucht und mitverhandelt zu werden – mit irreversiblen Konsequenzen.

Wir appellieren daher dringend an die politisch Verantwortlichen, sich für eine allgemeine Ausnahme von Kunst und Kultur aus dem Anwendungsbereich von TTIP einzusetzen. Nur so ist der effektive Schutz der kulturellen und medialen Vielfalt Europas gewährleistet.

 

Die Annahme, Kunst und Kultur seien von TTIP nicht betroffen, ist ein Mythos.

Jedes Buch, jeder Film, jede Theatervorstellung, jedes Musikevent ist als kulturelles Produkt mit einem finanziellen Wert Teil des internationalen Handels und damit Gegenstand von Freihandelsverhandlungen – genauso bei TTIP. Die Annahme, bei TTIP werde nicht über den Kunst-, Kultur- und Medienbereich verhandelt, ist ein Mythos. Das Mandat der Europäischen Kommission enthält keine „kulturelle Ausnahme“, wie vielfach behauptet wird. Der Kulturbereich ist nicht aus den Verhandlungen ausgeklammert. Lediglich für audiovisuelle Dienstleistungen (Film, TV, Radio) ist eine Ausnahme im Kapitel zum Dienstleistungshandel und zur Niederlassung vorgesehen, in allen anderen Bereichen des TTIP aber, wie Investitionsschutz oder regulatorische Kohärenz, kann über audiovisuelle Medien verhandelt werden und über nicht-audiovisuelle Medien sowieso.

Zur Diskussion stehen damit sämtliche Förderungen, Regulierungsmaßnahmen und Standards zum Schutz und zur Erhaltung der kulturellen Vielfalt und der Medienvielfalt bzw. Medienfreiheit in Europa. Denn mit den USA steht der EU ein Verhandlungspartner gegenüber, der ein grundsätzlich anderes Verständnis von Kultur- und Medienpolitik hat. Aus Sicht der USA sind Kultur und Medien reguläre Handelsprodukte, die möglichst frei am Markt zirkulieren sollen. Staatliche Fördermaßnahmen erscheinen aus dieser Perspektive nur als wirtschaftspolitisch motivierter Protektionismus, der den freien Handel beschränkt. Demgegenüber zählt es zum europäischen Selbstverständnis, Kultur nicht auf ihren Warencharakter zu reduzieren, sondern ebenso als Träger gesellschaftlicher Werte und Identitäten sowie ästhetischer Positionierungen aufzufassen. Daraus leitet sich die Verantwortung des Staates ab, eine Vielfalt an Kultur zu ermöglichen – jenseits des Diktats des jeweils aktuellen Publikumsgeschmacks oder der Interessen von Investoren. Dies ist aber nur möglich, wenn der Staat kulturpolitisch agieren kann. Den bestehenden und künftigen kulturpolitischen Spielraum zu wahren, ist somit oberste Prämisse für den nachhaltigen Schutz der Vielfalt von Kunst, Kultur und Medien in Europa – auch und insbesondere in Freihandelsverhandlungen.

Ob und in welcher Art und Weise Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der kulturellen und medialen Vielfalt jeweils konkret erforderlich und gewollt sind, muss weiterhin das Ergebnis demokratischer Willensbildungsprozesse sein und darf nicht das Ergebnis handelsrechtlicher Verpflichtungen und internationaler Schiedsgerichte werden, die diese auslegen.

 

Wir brauchen eine allgemeine Kulturausnahme statt schwammiger Zusagen.

Bislang ist nicht erkennbar, wie die Europäische Kommission gedenkt, Kultur und Medien vor negativen Auswirkungen durch TTIP zu schützen. Jene wenigen Papiere, die zu dieser Thematik veröffentlicht wurden, geben großen Anlass zur Sorge. Es scheint, als würde die Kommission eine Minimalversion anstreben, die alles andere als einen effektiven und umfassenden Schutz der kulturellen und medialen Vielfaltsförderung in Europa gewährleistet, sondern das Gegenteil bewirkt.

Wir, die Kunst- und Kulturverbände Österreichs fordern daher:

– Rechtsverbindliche Regelungen

Absichtserklärungen sind nicht genug. Die von der Kommission angestrebte „Erwähnung“ des „UNESCO-Übereinkommens über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“ in der Präambel des TTIP-Abkommens ist nicht ausreichend. Eine Erwähnung in einer Präambel alleine entfaltet keine rechtlich bindende Schutzwirkung. Im besten Falle ist sie bei Streitfällen eine Auslegungshilfe. Es braucht daher zusätzlich eine klare Verankerung aller Ausnahmen für Kunst, Kultur und Medien in den bindenden TTIP-Kapiteln.

– Ausnahmen für audiovisuelle UND kulturelle Sektoren

Das Mandat verpflichtet die Europäische Kommission, audiovisuelle Dienstleistungen aus den TTIP-Verhandlungen auszuklammern. Diese Ausnahme gilt jedoch nur für den audiovisuellen Sektor (Film, TV, Radio), nicht für andere Kultursektoren wie beispielsweise Literatur und den Verlagssektor, Theater und Musikauftritte, Bibliotheken, Museen und Archive. Auch in diesen Bereichen dürfen keine neuen Zugeständnisse und Liberalisierungsverpflichtungen durch TTIP entstehen. Die Ausnahme für audiovisuelle Dienstleistungen ist daher auf alle kulturellen Sektoren auszuweiten.

– Technologieneutrale Definition von Ausnahmen

Die technologischen Entwicklungen haben die Art und Weise, wie Kultur geschaffen, verbreitet und konsumiert wird, grundlegend verändert. Welche Technologien und Verbreitungsplattformen in den nächsten zehn, zwanzig, dreißig Jahren relevant werden, ist heute nicht vorhersehbar. Es ist daher unbedingt erforderlich, Ausnahmen für Kultur und Medien technologieneutral zu definieren. Es muss außer Frage stehen, dass ein Buch ein kulturelles Gut ist, unabhängig davon, ob es als gedrucktes Buch oder als E-Book erscheint. Gleiches gilt für den Film-, TV-, Radio- und Musiksektor. Gerade in diesen Sektoren ist das US-Interesse an einer möglichst weitgehenden Marktöffnung – angesichts der dominanten Stellung von US-Unterhaltungs-, Medien- und Internetkonzernen – besonders groß. Bei Onlinediensten im Bereich Film, TV, Radio und Musik muss genauso außer Frage stehen, dass es sich um kulturelle Dienste handelt und nicht, wie von den USA propagiert, um Informations- oder Telekommunikationsdienste, die Daten übermitteln.

– Berücksichtigung der Bandbreite an Maßnahmen zur Vielfaltsförderung

Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der kulturellen Vielfalt und der Medienvielfalt bzw. der Medienfreiheit setzen nicht nur in den Kultur- und Mediensektoren an. Auch Regulierungen in anderen Bereichen zielen auf Standards im Kulturbereich und die Vielfaltsförderung ab, beispielsweise im Bildungssektor, im Arbeits- und Versicherungsbereich oder dem Telekommunikationssektor (z.B. die „must carry“ Regelungen, die Kabelnetzbetreiber verpflichten, lokale und öffentlich-rechtliche Sender miteinzubeziehen). Derartige Regulierungen müssen weiterhin möglich sein, um einen effektiven und umfassenden Schutz der kulturellen und medialen Vielfaltsförderung zu gewährleisten.

– Berücksichtigung in sämtlichen TTIP-Kapiteln

TTIP ist mehr als ein reines Freihandelsabkommen. Im Rahmen der sogenannten „transatlantischen Partnerschaft“ werden nach aktuellem Verhandlungsstand genauso Investitionsschutzklauseln, Maßnahmen zu mehr regulatorischer Kompatibilität und gemeinsame Regeln angestrebt. Ausnahmen zum Schutz der kulturellen und medialen Vielfaltssicherung dürfen sich daher nicht auf das TTIP-Kapitel über den Marktzugang beschränken, sondern müssen sich auf den gesamten TTIP-Anwendungsbereich erstrecken. Andernfalls drohen geplante Schutzmaßnahmen ins Leere zu laufen.

Keine Investitionsschutzbestimmungen

TTIP braucht keine Bestimmungen zum Investitionsschutz und Investor-Staat-Schiedsklauseln. Sowohl in den USA als auch der EU und ihren Mitgliedstaaten gelten rechtsstaatliche Prinzipien. Ebenso existieren in den USA und der EU etablierte Gerichtswesen. Der Rechtsweg steht allen offen. Investitionsschutz und Investor-Staats-Schiedsverfahren bergen die Gefahr, Verfassungs- und Rechtsordnungen zu unterlaufen und die Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit von Staaten zu unterhöhlen.

Keine Verhandlungen über Urheber- und Leistungsschutzrechte

Urheber- und Leistungsschutzrechte werden im internationalen Kontext im Rahmen der Welthandelsorganisation für geistiges Eigentum (World Intellectual Property Organizsation, WIPO) verhandelt. Hier werden internationale Abkommen zum Urheber- und Leistungsschutzrecht geschlossen. Der zusätzliche Nutzen eines Kapitels über Regeln zum Urheber- und Leistungsschutzrechts in TTIP ist nicht erkennbar. Dies umso mehr, weil sich das europäische Urheberrecht und das US-amerikanische Copyright-System grundlegend unterscheiden. Die Grundprinzipien des europäischen Urheberrechts, die den/die Urheber/in und seine/ihre wirtschaftlichen und ideellen Rechte in den Mittelpunkt stellen, sind nicht verhandelbar.

  

Wir brauchen eine Politik, die sich in den TTIP-Verhandlungen für Kunst und Kultur stark macht und eine allgemeine Kulturausnahme in TTIP verankert.

Wir appellieren aus all diesen Gründen dringend an die politischen Verantwortlichen, konsequent und kompromisslos für eine rechtlich bindende allgemeine Ausnahme für Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der kulturellen und medialen Vielfalt aus dem TTIP-Anwendungsbereich einzutreten.

Wir erinnern eindrücklich daran, dass sowohl die Europäische Union als auch ihre Mitgliedstaaten sich darauf verständigt haben, für die Wahrung des kulturpolitischen Gestaltungsspielraums auch in Handelskontexten einzutreten und diesem Bekenntnis mit Beitritt zum „UNESCO-Übereinkommen über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“ völkerrechtlich bindend Ausdruck verliehen haben.

Es geht nicht nur um die Bewahrung des Status Quo. Es geht ebenso um die Frage, ob und in welchem Umfang zukünftig noch Kultur- und Medienpolitik auf Basis demokratischer Willensbildung möglich sein wird oder nicht. Es geht um die Frage, in welchem Ausmaß und in welcher Vielfalt und zu welchen Bedingungen in Zukunft Kunst und Kultur entstehen und bestehen kann. Es geht um die Vielzahl und Vielfalt von künstlerischen, kulturellen und medialen Angeboten ebenso wie um Zugänge zu ihnen, es geht um die Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit des künstlerischen und kulturellen Schaffens und um die Existenzfähigkeit von selbständig agierenden Künstlerinnen und Künstlern sowie von eigenständigen Kunst- und Kultureinrichtungen. Es geht um die Umsetzung der in den Verfassungen Österreichs und der Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie der EU-Charta festgeschriebenen Kunst- und Medienfreiheit.

Wien, 15. April 2015

AGMÖ – Arbeitsgemeinschaft Musikerziehung Österreich
Leonore Donat

Dachverband der Österreichischen Filmschaffenden
Maria Anna Kollmann

Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler, Künstlerhaus
Kurt Brazda

Gewerkschaft GdG-KMSFB

Sektion Musik – HG VIII
Thomas Dürrer

IG Autorinnen Autoren
Gerhard Ruiss

IG Freie Theaterarbeit
Sabine Kock

IG Kultur Österreich
Gabi Gerbasits

IG Übersetzerinnen Übersetzer
Brigitte Rapp

Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft,
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Franz Otto Hofecker

Kulturrat Österreich
Maria Anna Kollmann

KUPF – Kulturplattform Oberösterreich
Richard Schachinger

Österreichischer Musikrat
Harald Huber

österreichische kulturdokumentation. internationales archiv für kulturanalysen
Veronika Ratzenböck

Musikergilde
Peter Paul Skrepek

VIDC – Wiener Institut für internationalen Dialog und Zusammenarbeit
Franz Schmidjell

 

[2016-04-20]

Appel des associations autrichiennes de l’art et de culture
à inscrire au TTIP l’exception culturelle pour l’ensemble des domaines de l’art et de la culture

Nous, les soussignés membres du Groupe de travail sur la Diversité culturelle de la commission autrichienne pout l’UNESCO, mettons expressément en garde contre les répercussions négatives pour le paysage culturel,  artistique et médiatique du Partenariat transatlantique de commerce et d’investissement (PTCI /TTIP) en cours de négociation entre les États-Unis et l’Union européenne. Dans le tourbillon des négociations du TTIP, les sujets de la culture et de l’audiovisuel se voient menacés d’être traités et négociés sous « autres dispositions diverses », avec des conséquences irréversibles.

Nous en appelons donc avec insistance aux responsables politiques, afin qu’ils s’engagent pour exclure du champ d’application du TTIP l’ensemble des domaines de l’art et de la culture. C’est l’unique moyen d’assurer efficacement la protection de la diversité culturelle et médiatique européenne.

L’idée que l’art et la culture ne sont pas concernés par le TTIP relève du mythe.

Chaque livre, chaque film, chaque représentation théâtrale, chaque événement musical représente, en tant que produit culturel ayant une certaine valeur financière, un élément du commerce international et fait ainsi l’objet de négociations de libre-échange - tels que le TTIP. L’idée selon laquelle les négociations du TTIP ne touchent pas aux domaines artistique, culturel et médiatique est un mythe. Le mandat de la Commission européenne  ne mentionne aucune « exception culturelle », comme cela est souvent affirmé. Le domaine de la culture n’est pas exclu des négociations. Seuls pour les services audiovisuels (cinéma, télévision, radio), une exception est prévue au chapitre relatif au commerce des services et aux droits d’établissement, mais concernant tous les autres domaines du TTIP, comme la protection de l’investissement ou la cohérence dans les régulations, les négociations englobent les médias audiovisuels et naturellement aussi toutes les formes de médias non-audiovisuels.

Les débats portent ainsi sur l’ensemble des aides financières, les dispositifs de régulation et les normes de protection et de préservation de la diversité culturelle et de la diversité et la liberté des médias en Europe. Car, pour ces négociations, l’Europe se voit confrontée à un pays dont l’approche en termes de politique culturelle et audiovisuelle est fondamentalement différente des siennes. Du point de vue des États-Unis, la culture et les médias sont des produits commerciaux ordinaires qui doivent circuler le plus librement possible sur le marché. Dans cette optique, toutes les mesures d’aides publiques sont perçues comme une forme de protectionnisme économique et d’entrave au libre-échange. A contrario, il est, en Europe, une évidence de ne pas circonscrire la culture à sa valeur marchande, mais de la considérer également en tant que véhicule des valeurs et des identités sociales, ainsi que des courants esthétiques. Et cette conception implique nécessairement la responsabilité de l’État de s’engager en faveur de la diversité culturelle - au-delà de l’engouement passager du public pour une œuvre ou des intérêts d’un investisseur. Or, cet engagement nécessite que l’État puisse préserver la mainmise sur sa politique culturelle. Préserver et assurer la pérennité de l’action publique en termes de politique culturelle constitue la prémisse pour garantir la diversité artistique, culturelle et médiatique en Europe - également et notamment dans les négociations sur le libre-échange.

Quels que soient leurs objectifs, les mesures jugées concrètement indispensables à la protection et au soutien de la diversité culturelle et médiatiques doivent continuer à être le fruit d’un processus d’expression démocratique et ne doivent résulter d’aucune obligation relevant du droit commercial ou de jugements de tribunaux d’arbitrage internationaux.

Nous revendiquons une exception culturelle généralisée et non de vagues promesses.

Pour l’heure, rien n’indique comment la Commission européenne envisage de protéger la culture et les médias des répercussions négatives du TTIP. Les rares documents qui ont été publiés sur ce sujet suscitent la plus vive inquiétude. Il semblerait que la Commission s’oriente vers un accord a minima qui ne garantirait nullement une protection efficace suffisante de la diversité culturelle et médiatique en Europe, bien au contraire.

 

Nous, les représentants des Associations autrichiennes de l’art et de la culture, revendiquons :

– des dispositions légales

Les déclarations d’intention ne suffisent pas. La « mention » dans le préambule du traité TTIP de la « Convention de l’UNESCO sur la protection et la promotion de la diversité des expressions culturelles » envisagée par la Commission est insuffisante. Une simple mention dans un préambule n’entraîne aucune protection juridique. Dans le meilleur des cas, elle constitue un argument en cas de litige. Il est donc indispensable d’inclure une clause stipulant d’exclure définitivement les domaines artistique, culturel et médiatique des dispositions engageantes du TTIP.

– des exceptions pour les domaines de l’audiovisuel ET de la culture

Le mandat impose à la Commission européenne d’exclure les services audiovisuels des négociations du TTIP. Cette exception ne concerne cependant que le secteur audiovisuel (cinéma, télévision, radio), et non les autres domaines culturels tels que la littérature et le secteur de l’édition, le théâtre et les concerts, les bibliothèques, les musées et les archives. Ces domaines ne doivent pas non plus faire l’objet ni de nouvelles concessions ni d’obligations de libéralisation par le TTIP. L’exception concédée aux services audiovisuels doit donc être étendue à l’ensemble des domaines culturels.

– une définition des exceptions neutre sur le plan technologique

Les avancées technologiques ont fondamentalement transformé la manière de créer, de diffuser et de consommer la culture. Il est aujourd’hui impossible de prédire quelles technologies et quelles plateformes de diffusion seront utilisées dans dix, vingt ou trente ans. Il est donc essentiel de définir les exceptions culturelle et médiatique de manière neutre, quelle que soit la technique future. Il doit être clairement établi qu’un livre est un bien culturel indépendamment du fait qu’il soit publié sous forme papier ou électronique - il en va de même  pour les secteurs du cinéma, de la télévision, de la radio ou de la musique. Ce sont précisément dans ces domaines que l’intérêt américain est particulièrement  fort, eu égard à la domination américaine des géants de l’internet, de l’audiovisuel et du divertissement. En ce qui concerne les services en ligne dans les domaines du cinéma, de la télévision, de la radio et de la musique, il doit également être clairement prescrit qu’il s’agit de services culturels et non, comme le propagent les États-Unis, de services d’information et de télécommunication simples transmetteurs des données.

– une prise en compte de l’éventail des mesures pour la promotion de la diversité

Les mesures pour la protection et la promotion de la diversité culturelle et audiovisuelle ainsi que de la liberté des médias ne se limitent pas au secteur de la culture et des médias. Des régulations dans d’autres domaines visent également à établir des normes dans le secteur culturel et de la promotion de la diversité, notamment dans les domaines de l’enseignement, du travail, des assurances ou des télécommunications (par exemple les dispositions « must carry » qui imposent aux fournisseurs d’accès de diffuser les chaînes régionales et de service public). Ce principe de régulation doit être maintenu, afin de garantir une protection large et efficace de la promotion culturelle et médiatique.

– une prise en compte de l’exception dans l’ensemble des chapitres du TTIP

Le TTIP est bien plus qu’un traité de libre-échange. À l’état actuel des négociations sont également prévues dans le cadre de ce que l’on appelle le « partenariat transatlantique » des clauses de protection de l’investissement, des mesures ayant pour objectif une plus grande compatibilité de la régulation et des règles communes. Les exceptions concernant la protection de la diversité culturelle et médiatique ne doivent donc pas se limiter aux chapitres du TTIP relatifs à l’accès au marché, mais doivent s’étendre à l’ensemble des champs d’application du TTIP.  Dans le cas contraire, les mesures de protection prévues se révèleraient inopérantes.

– aucune règlementation pour la protection de l’investissement

Le TTIP ne doit pas contenir de dispositions pour la protection de l’investissement ni de mécanismes d’arbitrage portant sur les différends entre investisseurs et États. Des règles d’ordre public sont déjà en vigueur aussi bien aux États-Unis que dans les pays-membres de l’Union européenne. Tout comme il existe déjà un appareil judiciaire éprouvé aux États-Unis et dans l’Union européenne. Les recours judiciaires sont accessibles par tous. Une protection de l’investissement et les procédures arbitrales s’appliquant aux différends entre investisseurs et États comportent le risque de contourner les principes constitutionnels et juridiques et de miner les pouvoirs de décisions et la capacité d’agir des États.

– aucune négociation sur les droits d’auteur et les droits de propriété intellectuelle

Au niveau international, les droits d’auteur et de propriété intellectuelle sont négociés par l’Organisation mondiale de la propriété intellectuelle (World Intellectual Property Organization WIPO). C’est au sein de cette organisation que sont signés les accords internationaux sur les droits d’auteur et de propriété intellectuelle. L’utilité de négociations dans le cadre du TTIP sur de nouvelles dispositions concernant la législation sur les droits d’auteur et de la propriété intellectuelle n’apparaît pas justifiée - d’autant que les systèmes de droits d’auteur européens et de copyright américain divergent fondamentalement. Les principes fondamentaux du droit d’auteur européen accordent une place centrale à l’auteur et à ses droits économiques et intellectuels et ne sont pas négociables.

 

Nous en appelons à la classe politique, afin qu’elle s’implique  dans les négociations du TTIP en faveur de l’art et de la culture et qu’elle fasse ancrer dans le TTIP une exception culturelle généralisée.

Pour toutes ces raisons, nous adressons un appel insistant aux responsables politiques à s’impliquer de manière radicale et intransigeante en faveur de l’adoption dans le TTIP d’une disposition légale assurant l’exception culturelle généralisée et des mesures de protection et de promotion de la diversité culturelle.

Nous rappelons instamment que l’Union européenne ainsi que leurs États membres se sont entendus pour assurer la préservation au niveau de la politique culturelle d’un espace de liberté, également au plan commercial, et que cet engagement a été entériné en droit international par l’adhésion à la « Convention de l’UNESCO sur la protection et la promotion de la diversité des expressions culturelles ».

Il ne s’agit pas uniquement du maintien du statu quo. Il s’agit également de savoir dans quelle mesure il sera encore possible à l’avenir de mener une politique culturelle et médiatique reposant sur une volonté démocratique. Il s’agit de savoir dans quelle mesure, avec quelle diversité et dans quelles conditions l’art et la culture pourront s’exprimer et perdurer. Il s’agit de la multitude et de la diversité de l’offre artistique, culturelle et médiatique ainsi que de sa diffusion, il s’agit de son indépendance et de la liberté des choix de la création artistique et culturelle et des moyens d’existence des artistes indépendants ainsi que des institutions culturelles et artistiques indépendantes. Il s’agit du respect de la liberté d’expression des arts et des médias inscrite dans les Constitutions de l’Autriche et des États-membres de l’Union européenne ainsi que dans la Charte de l’Union européenne.

Vienne, le 15 avril 2015

 

Association of Austrian Artists, Künstlerhaus
Kurt Brazda

Austrian Association for Independent and Autonomous Cultural Work
(IG Kultur Österreich), Gabi Gerbasits

Austrian Association of Authors
Gerhard Ruiss

Austrian Association of Independent Theatre
Sabine Kock

Austrian Cultural Council
Maria Anna Kollmann

Austrian Filmmakers Association
Maria Anna Kollmann

Austrian Literary Translators' Association
Brigitte Rapp

Austrian Music Council
Harald Huber

Austrian Music Education Association
Leonore Donat

Cultural Platform Upper Austria
Richard Schachinger

Institute for Culture Management and Culture Studies,
University of Music and Performing Arts Vienna
Franz Otto Hofecker

Musicians’ Guild
Peter Paul Skrepek

österreichische kulturdokumentation. internationales archiv für kulturanalysen (austrian cultural documentation. international archive for culture analysis)
Veronika Ratzenböck

Union of Municipal Employees - Arts, Media, Sports and the Professions, Section for Music – HG VIII
Thomas Dürrer

Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation
Franz Schmidjell

 

[2016-03-23]

The TPP and Cultural Diversity

This study questions why Canada agreed to weaker protections for culture and cultural industries in the TPP than in other trade treaties, including the North American Free Trade Agreement (NAFTA) and pending CETA with the European Union. The study also finds that the TPP enshrines a neoliberal interpretation of culture that is at odds with Canadian and international standards for the promotion of cultural diversity. The diluted protections in the TPP threaten the integrity of Canada’s cultural policies in favour of foreign commercial interests, especially the U.S. entertainment industry. 

Download: CCPA Canadian Centre for Policy Alternatives

Kanada, vormals Vorstreiterland für die kulturelle Vielfalt und die Unesco-Konvention, ist unter Trudeau dabei, die Schäden des Harper-Régimes zu analysieren.


[2016-02-03]

EU-Parlament beschliesst kritische TISA-Resolution mit 532 zu 131 Stimmen bei 36 Enthaltungen.

„Das Europäische Parlament hat in der Abstimmung zur Resolution über das Handelsabkommen TiSA soeben einen klaren Arbeitsauftrag an die EU-Kommission erteilt: Die Verhandlungen müssen transparenter und im Sinne der Bürgerinnen und Bürger geführt werden“, sagte SPÖ-Europaabgeordnete Karoline Graswander-Hainz, Mitglied im Ausschuss für internationalen Handel, unmittelbar nach der Abstimmung in Straßburg. „Es kann für uns SozialdemokratInnen keine Vereinbarung ohne Schutz geben, aber auch keinen Schutz ohne Vereinbarung.“ Die Abstimmung heute betraf die Forderungen des Parlaments an die Kommission, über das TiSA-Abkommen selbst wird erst nach Verhandlungsende abgestimmt werden. «Le vote d'aujourd'hui est révolutionnaire. Je suis fière d'avoir réuni un large soutien à travers l'échiquier politique pour changer l'orientation de la politique commerciale de l'UE, dans l'intérêt des entreprises et des consommateurs de l'UE», a déclaré le rapporteur Viviane Reding (PPE, LU), après que le Parlement ait soutenu la résolution par 532 voix à 131, avec 36 abstentions. Allerdings sind eine Reihe von Änderungsanträgen der Grünen und Linken nicht angenommen worden. Die Grünen haben zwei zentrale Anträge eingebracht, die keine Mehrheit gefunden haben. Die EU-Kommission sollte aufgefordert werden, ihr Verhandlungsmandat entsprechend der Parlamentskritik zu ändern und die endgültige Zustimmung an die Erfüllung der Kriterien des Parlaments zu binden. «Das ist eine verspielte Chance. Dennoch haben wir Grüne eine Reihe wichtiger Punkte durchgebracht. Etwa, dass öffentliche Dienstleistungen wie Bildung und Gesundheit von TiSA ausgenommen werden. Das ist ein wichtiges Signal», sagte die Grüne Europaabgeordnete Monika Vana. 

Communiqué (français)

Pressemitteilung deutsch

Der angenommene Text (vorläufige Ausgabe) ist verfügbar (PDF)

[2016-01-26]

Österreich und BRD: Parlamente sollen Einsicht in TTIP-Texte erhalten

Auf Grund der Ende 2015 getroffenen Vereinbarungen der Verhandlungspartner, mehr Transparenz zu schaffen, sollen nun die österreichischen und deutschen Parlamentarierinnen und Parlamentarier (Nationalrat/Bundesrat bzw. Bundestag/Bundesrat) ab 1. Februar in Leseräumen «konsolidierte» TTIP-Texte lesen können. Die österreichische Nationalratspräsidentin Doris Bures meinte dazu in einer Stellungnahme, ob die vorgeschlagenen Einsichtsrechte tatsächlich ausreichend sein werden, müsse sich erst in der Praxis erweisen. 

Bericht in der SZ

Unterdessen wird nach wenigen Stunden publik, dass die Einsicht nur unter schwerwiegenden Auflagen erfolgt, die an die Praktiken bei Besuchen in Gefängnissen erinnern. Siehe den Beitrag in der Süddeutschen Zeitung, den wir hier verlinken.

[2016-01-19]

TiSA/ACS: La Commission INTA Commerce extérieur/international du Parlement Européen a voté sur les Recommendations avec des amendements
Der Ausschuss Internationaler Handel des EP beschließt Viviane Redings TiSA-Grundsätze mit weitreichenden Änderungen

Les négociations d'un accord sur le commerce des services devraient offrir des règles internationales et plus de possibilités pour les entreprises de l'UE de fournir des services dans des pays tiers. Mais "rien ne devrait empêcher les autorités européennes, nationales, locales de maintenir et appliquer leurs législations", disent les députés du commerce international dans les recommandations, votées lundi, aux négociateurs de l'UE. Les recommandations, rédigées par la députée européenne Viviane Reding (PPE, LU), ont été approuvées par 33 à 6 votes, avec abstentions. "Nous envoyons un message fort aux négociateurs à propos du commerce des services que nous voulons et de celui que nous ne voulons pas. Nous voulons une meilleure réglementation internationale, et pas une réglementation nationale inférieure. Nous voulons de la concurrence par les règles, pas pour les règles. Nous voulons des conditions de concurrence égales, pas un champ de bataille mondial", a déclaré Mme Reding après le vote.  Lire le Communiqué de presse

deutsche Version des Communiqués [bereinigtes Dokument liegt noch nicht vor]

Interview Viviane Reding vor den Ausschussverhandlungen

mk. Die Mehrheit der Fraktionen hofft offenbar, mit dem aufgestellten Forderungskatalog die Verhandlungen in eine richtige Richtung lenken zu können. Vermutlich dürfte jedoch der handelspolitische Sprecher der Linksfraktion im EP Recht behalten, wenn er sagt: «Die Verhandlungsführer der EU-Kommission werden sich durch diese Resolution eher bestärkt sehen. Ich rechne nicht mit einem Umdenken, sondern vielleicht schon in diesem Jahr mit der Vorlage eines TiSA-Abkommens, das Verbraucherschutz schwächt und demokratische Rechte beschneidet.»


Stoppt TTIP: Verteidigt die Kultur

Der Deutsche Kulturrat richtet in Kooperation mit der Akademie der Künste am 20. Mai in der Akademie der Künste Berlin die Veranstaltung "Stoppt TTIP: Verteidigt die Kultur" aus. Mehr im Newsletter...

Europäische Grüne veröffentlichen das TTIP-Verhandlungsmandat der EU

Website

Dokument

Interview mit Karel de Gucht u.a.

Freihandelsabkommen: Das Märchen vom Jobmotor

Beitrag in der ARD-Sendung "Monitor" vom 30.01.14 mit
Interview mit EU-Handelskommissar Karel de Gucht

See the complete interview with K. de Gucht (24 min., in english) ...

Über 400.000 Menschen fordern TTIP-Stopp

Ein Bündnis deutscher Organisationen hat der EU-Kommission mehr als 400.000 Unterschriften gegen das geplante Freihandelsabkommen TTIP übergeben. Marc Vanheukelen, der Kabinettschef von EU-Handelskommissar Karel De Gucht, nahm die Unterstützungsbekundungen für den Online-Appell „TTIP stoppen“ am 21. Februar in Brüssel entgegen. Der Appell fordert von De Gucht und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD), die Verhandlungen über das umstrittene Abkommen abzubrechen. Bericht...
In einem kürzlich veröffentlichten Hintergrundpapier (PDF) kritisiert «Mehr Demokratie» vor allem die gravierenden Probleme für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

Der freie Markt richtet manches – die Kultur könnte er hinrichten

Joachim Günthner in der NZZ zum Artikel

Kulturstaatsministerin Monika Grütters zum TTIP: »Kultur ist keine Handelsware«

Zu den Verhandlungen zum TTIP hat sich BRD-Kulturstaatsministerin Monika Grütters bei einem Treffen von Produzenten im Umfeld der Berlinale geäussert.
„Wir treten einer neuen Liberalisierungsverpflichtung der Kultur entgegen, weil wir Sorge haben, dass anderenfalls unsere einzigartige kulturelle Vielfalt auf dem Spiel stünde. Deutschland ist nicht ohne Grund 2005 dem UNESCO-Übereinkommen zum Schutz der kulturellen Vielfalt beigetreten. Das war unser Bekenntnis zur besonderen Schutzbedürftigkeit des Kultur- und Medienbereichs. In den Verhandlungen zu diesem Freihandelsabkommen muss daserneut zum Ausdruck kommen. CommuniquéWortlaut der Rede [2014/02/06]

Kurt Wolff Stiftung zum TTIP: Kultur ausklammern

Die Kurt Wolff Stiftung, die im Namen vieler kleinerer und mittlerer unabhängiger deutscher Verlage spricht, fordert die neue Bundesregierung, die neue Kulturstaatsministerin und den neu gewählten Kulturausschuss des Bundestages, auf, dafür zu sorgen, dass bei den Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit den USA der Kulturbereich aus der Verhandlungsmasse herausgenommen wird. Communiqué 3.2.2014

Un groupe d’experts conseillera la Commission européenne pour les négociations commerciales UE-États-Unis

La Commission lance un groupe consultatif ad hoc composé d’experts représentant un éventail d’intérêts aussi divers que l’environnement, la santé, la protection des consommateurs et des travailleurs ou encore différents secteurs d’activité, dont la mission sera de fournir aux négociateurs commerciaux de l’Union européenne (UE) des avis spécialisés dans les domaines actuellement à l’examen dans les négociations relatives au partenariat transatlantique de commerce et d’investissement (TTIP). Lire le communiqué... [2014/01/30]

TTIP: Erster Teilerfolg der Zivilgesellschaft EU lenkt ein: Schiedsgerichte sollen gesondert verhandelt werden

Nachdem viel Kritik aus der Zivilgesellschaft an TTIP laut geworden ist, lenkt die EU nun zum Teil ein. Die Verhandlungen werden ausgesetzt. Das besonders fragwürdige Kapitel ‚Investitionsschutz‘ und damit das Recht von Konzernen Staaten vor privaten Schiedsgerichten zu verklagen, soll zuerst innerhalb der EU diskutiert werden. (21.1.2014 Quelle: greenpeache.org; siehe auch Links in der nachfolgenden Meldung!) – Pressemitteilung TTIP-unfairhandelbar

Sovereignty fears lead to EU-US trade rethink

The European Commission is to rethink its approach to a controversial US trade deal which campaign groups have warned would fundamentally erode Britain’s sovereignty. (Source: The Independent, January 20, 2014, see also Der Standard)

Proposal for EU-US trade deal increases business power in decision-making

A leaked EU negotiation proposal for the EU-US trade agreement reveals the European Commission's plans to fundamentally change the way regulations will be adopted in the future. Link...

European Commission PR strategy: "Communicating on TTIP"

The Corporate Europe Observatory has today published a leaked version of the European Commission's communication strategy for overcoming public skepticism about the controversial EU-US trade negotiations, the so-called Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP). The document was discussed at a meeting with EU member states on Friday 22 November. In order to "reduce fears and avoid a mushrooming of doubts", the Commission proposes to "further localise our communication effort at Member State level in a radically different way to what has been done for past trade initiatives". (November 25th 2013, read...)

Liechtensteinische Aussenministerin in den US für ein TTIP Efta-USA unterwegs

Vaduz (ots) - Aussenministerin Aurelia Frick weilt derzeit für bilaterale Gespräche und die UNO-Generalversammlung in den USA. Am 23. September traf sie sich in Washington mit Dan Mullaney, dem Chefunterhändler für das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU (Transatlantic Trade and Investment Partnership; TTIP). Sie informierte die amerikanische Seite über die liechtensteinisch-amerikanischen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen und die möglichen Auswirkungen eines Freihandelsabkommens zwischen den USA und der EU auf die EFTA-Staaten. Sie begrüsste die Bereitschaft des US-Handelsbeauftragten, mit den EFTA-Staaten in einen handelspolitischen Dialog über die TTIP-Verhandlungen zu treten. Ein erstes Gespräch zwischen den EFTA-Staaten und den USA soll noch vor Jahresende stattfinden. [25.9.2013]

«Das Freihandelsabkommen gefährdet den gesamten deutschen Kulturmarkt»

Interview mit dem Olaf Zimmermann (Deutscher Kulturrat) auf www.buchmarkt.de/ (14.7.2013)

«Sicherung der Vielfalt in den neuen digitalen Märkten»

Der Deutsche Kulturrat und der Staatsminister Bernd Neumann unterstrichen bei einem Treffen, dass der bald startende Verhandlungsprozess zwischen den USA und der EU sehr genau verfolgt werden muss, damit Kultur und Medien tatsächlich von den Verhandlungen ausgenommen bleiben. Als Erfolg wurde gewertet, dass die bisherigen Förderinstrumente durch das geplante Freihandelsabkommen nicht angetastet werden sollen. Doch gehe es insbesondere auch um die Sicherung der Vielfalt in den neuen digitalen Märkten. (4.7.13)

Umwelt- und Verbraucherschützer wachen auf

Mit einer Protestaktion in der Nähe des Pariser Platzes hat das Bündnis UNFAIRhandelbar am 18. Juni gegen das geplante TTIP zwischen der EU und den USA demonstriert. Darsteller mit Masken von US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel trieben "Handel" miteinander, ein "Chlor-Brathühnchen", eine Fracking-Giftspritze und ein Trojanisches Pferd sprangen dabei für die Verbraucher/innen dabei heraus. "Konzernvertreter" in Businessanzügen rieben sich die Hände, während Bürgerinnen und Bürger mit Schildern und Sprechchören gegen den Handel zu Lasten des Umwelt- und Verbraucherschutzes demonstrierten.

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LES COALITIONS EUROPÉENNES POUR LA DIVERSITÉ CULTURELLE SALUENT UNE VICTOIRE ET
APPELLENT LA COMMISSION EUROPÉENNE À RESPECTER LA DÉCISION DES ÉTATS

Les Coalitions européennes pour la diversité culturelle se réjouissent de la décision vendredi 14 juin des États européens de refuser d’inclure les services audiovisuels dans le mandat de négociation de l’accord de libre-échange entre l’Europe et les États-Unis. [...]

Dans ce contexte, les Coalitions sont choquées par les déclarations du commissaire De Gucht qui se déclare prêt à ouvrir des discussions sur l’audiovisuel si les américains le souhaitent. Elles l’invitent à respecter à la lettre le mandat que les États, qui ont la pleine légitimité démocratique, lui ont donné et qui exclue expressément l’audiovisuel du mandat. S’il souhaite engager des discussions, il devrait revenir devant le Conseil des ministres européens pour obtenir leur accord à l’unanimité. Ce qui lui a justement été refusé le 14 juin.

De même, les Coalitions sont scandalisées par les propos tenus ce matin par le président de la Commission européenne, José Manuel Barroso, qualifiant ceux qui soutiennent la diversité culturelle de « réactionnaire » et de personnes « ne comprenant pas les bénéfices qu’apporte la globalisation des échanges ». Elles l’invitent à faire preuve d’un respect total de la démocratie européenne, dont sont dépositaires les États et le Parlement européen, même si ces instances ne partagent pas ses idées. Il s’agit là d’obligations constitutionnelles fondamentales dont un grand dirigeant politique ne devrait jamais se défaire.
Lire la suite (PDF)... Press Release in english...Cf. Interview Barroso (NYT)

TTIP: les Européens s'accordent pour exclure l'audiovisuel des négociations

...Les 27 ont accédé aux demandes de la France, mais le compromis final prévoit que l'audiovisuel pourra être ajouté "plus tard" dans le mandat de négociations, a indiqué le commissaire européen en charge du commerce, Karel De Gucht, qui militait pour n'écarter aucun domaine des discussions avec les Etats-Unis de peur qu'ils fassent de même. La Commission se réserve donc la possibilité de réviser les termes du mandat, et donc d'inclure le secteur audiovisuel. Dans cette hypothèse, l'unanimité serait requise. Lire Le Monde …

Memo du 15/06/2013 Statement de M. Barroso du 15/06/2013 VIDEO francetvinfo

Pressemitteilung Deutscher Kulturrat: «Etappensieg für die europäische Kultur, Dank an französische Regierung»
Communiqué de presse du CNC: «Une victoire historique pour la France, pour l'Europe et pour le Monde»

Press conference by Karel de GUCHT, Member of the EC in charge of Trade and Richard BRUTON, Irish Minister for Jobs, Enterprise and Innovation (14/06/2013)

Presse: Le Monde ... LesEchos 14.6.2013 Neue Zürcher Zeitung Der Tagesspiegel LeMonde.fr LesEchos 11. 6.2013 observatoiredesmedias.com
mediapart.fr

What compromise has been found on audiovisual services? *

There is no carve-out on audiovisual services. The European Commission has recently invited stakeholders to comment on the future of digital media (IP/13/358). As the EU legislation in this area still has to be developed, it has been agreed that audiovisual services are presently not part of the mandate, but that the Commission has the possibility to come back to the Council with additional negotiating directives at a later stage.

According to the mandate text, “The Commission will, in a spirit of transparency, regularly report to the Trade Policy Committee on the course of negotiations. The Commission, according to the Treaties, may make recommendations to the Council on possible additional negotiating directives on any issue, with the same procedures for adoption, including voting rules, as for this mandate”. (* Memo du 15/06/2013, p.4 )

Statement Karel de Gucht, Member of the Commission:
«Let me be clear: this is not a carve-out. Audiovisual services are presently not in the mandate, but the mandate clearly indicates that the Commission has the possibility to come back to the Council with additional negotiating directives after on the basis of a discussion with our US counterparts. We are ready to discuss it with our American counterparts and to listen to their views on this issue. That’s when we’ll come to a conclusion on if we will ask for additional negotiating.»

TTIP: 13 europäische Filmverbände bedauern den Einbezug der Audiovision ins TTIP-Verhandlungsmandat

In ihrer Erklärung vom 10. Juni 2013 schreiben die Verbände u. a. (ganzer Text auf der Sonderseite!): « With the inclusion of audiovisual services in the negotiation, the European Commission is clearly expressing its intention to make commitments for online audiovisual services in the TTIP. On 23 May 2013, Trade Commissioner De Gucht stated to the European Parliament: "No one will touch the existing quotas or the necessary policy space to adjust our policy in view of the technological change; but, on the other hand, we do not believe there could be a serious argument in favour of increasing such space, for example by reserving the right to forbid foreign movies and TV programmes, for example, on video-on-demand services." The very inclusion of "new" audiovisual services by the Commission in its draft mandate as well as the latest statements by Commissioner De Gucht are jeopardizing Europe's freedom to deploy both existing and future measures.» Text des Communiqués...

TTIP: Europäische Filmverbände begrüssen den Beschluss des EP / Les associations européens du cinéma: «vote d'une portée politique historique»

«Le Club des producteurs européens, Eurocinéma, Europa Cinémas, Europa Distribution, Europa International, la FERA, la FIAD, la SAA, et l’UNIC félicitent le Parlement européen pour son vote de la résolution exigeant l’exclusion explicite des services culturels et audiovisuels, y compris les services en ligne, du mandat de négociation de l’accord de libre-échange entre les Etats-Unis et l’Europe. Cette résolution a été adoptée à une très large majorité prouvant un mouvement fort en faveur de la préservation de l’exception culturelle.

Ce vote a une portée politique historique que nous tenons à saluer. Les organisations européennes du cinéma remercient les parlementaires européens d’avoir compris et soutenus les enjeux liés à la défense de l’exception culturelle et accompagné les cinéastes européens qui se sont exprimés pour l’exclusion dans une pétition signée par près de 5 500 professionels.

La mobilisation continue. Le Club des producteurs européens, Eurocinéma, Europa Cinémas, Europa Distribution, Europa International, la FERA, la FIAD, la SAA et l’UNIC appellent maintenant la Commission européenne à prendre en compte ce vote des représentants des citoyens européens et les Etats membres à soutenir l’exclusion des services culturels et audiovisuels d’ici le 14 juin, date d’adoption par les Etats membres du mandat de négociation qui sera donné à la Commission.» www.filmdirectors.eu

TTIP: Europäisches Parlament beschliesst: Kultur- und Medienbereich soll ausgenommen werden

Das Europäische Parlament hat in seiner heutigen Abstimmung zum Verhandlungsmandat der EU für das EU-USA-Freihandelsabkommen (Transatlantic Trade and Investment Partnership TTIP) eine Ausnahme für den Kultur- und Mediensektor beschlossen.

Im Entschließungsantrag wurde formuliert, das Europäische Parlament "hält es für unerlässlich, dass die EU und ihre Mitgliedstaaten die Möglichkeit wahren, ihre Politik im kulturellen und audiovisuellen Bereich zu erhalten und weiterzuentwickeln, und zwar im Rahmen ihres Besitzstandes an Rechtsvorschriften, Normen und Übereinkommen, fordert daher, dass die Ausklammerung von Diensten mit kulturellen und audiovisuellen Inhalten, auch online, im Verhandlungsmandat eindeutig festgehalten wird." Somit wollen die EU-Parlamentarier die UNESCO-Konvention von 2005 über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in ihre handelspolitischen Entscheidungen einbeziehen. Damit unterstreichen sie, wie der Deutsche Kulturrat in einer Medienmitteilung unterstreicht, die Bindungswirkung dieses völkerrechtlichen Dokuments.

La France reste intraitable sur la culture

La France est restée intraitable vendredi, lors d'une réunion des ministres européens du Commerce à Luxembourg, sur la défense de "l'exception culturelle", ce qui pourrait compromettre un accord de libre-échange avec les Etats-Unis jugé nécessaire pour le commerce transatlantique.

Après huit heures de discussions à huis clos à Luxembourg, le fossé semblait toujours aussi profond vendredi soir entre Paris et les plus chauds partisans d'un accord avec les Etats-Unis comme la Suède, l'Allemagne et la Grande-Bretagne. ... (LesEchos) Lire la suite...

Barrosos Beschwichtigungen genügen nicht

Auf das Schreiben der Europäischen Koalitionen vom 4. April antwortet der Präsident der Europäischen Kommission J. M. Barroso am 11. Juni (cf. Text des Briefes), es bestehe kein Grund zur Besorgnis über das Verhandlungsmandat zum TTIP.

Seine Präzisierungen vermögen indessen nicht zu befriedigen:

«The EU will not put its cultural diversity at risk through trade negotiations. Nothing in a future free trade agreement with the United States will harm, or have the potential to harm. Europe's cultural diversity. The negotiations will take into account the different sectoral sensitivities of the EU. The audio-visual sector has a clear place among these sensitive sectors.

Existing audio-visual policies must he maintained and sufficient policy space must he preserved to develop these policies to take account of technical developments in the sector.»

Die Unesco-Konvention 2005 zielt indessen auf die Souveränität der Staaten, ihre gesamte Kulturpolitik frei zu entwickeln, nicht nur im Audiovisionssektor an den technischen Wandel anzupassen.

Eine Delegation französischer Filmleute (VIDEO) traf gestern 11. Juni Barroso und kehrte mit zwiespältigen Eindrücken zurück: «Le président de l'exécutif européen ... "est un homme dangereux pour la culture européenne, il va tout aplatir" sagte der Präsident der Französischen Cinémathèque Costa-Gavras auf der anschliessenden Pressekonferenz.

Des artistes de la musique se mobilisent pour la défense de l’exception culturelle dans le cadre de l’accord de libre-échange avec les États-Unis

(Communiqué de presse SACEM du 10 juin 2013) «Près de 500 artistes ont déjà signé un appel pour la préservation de l’exception culturelle de nouveau menacée !

La musique en faveur de l'exception culturelle

Estimant indispensable que l'Union européenne et ses États membres maintiennent la possibilité de préserver et de développer leurs politiques culturelles et audiovisuelles, et ce dans le cadre de leurs acquis législatifs, normatifs et conventionnels, le Parlement européen a exclu, dans sa résolution du 23 mai 2013, les services de contenus culturels et audiovisuels, y compris en ligne, du cadre du mandat de négociation avec les États-Unis.

L'adoption par le Conseil de l'Union européenne du mandat de négociation de la Commission pour un accord de libre-échange avec les Etats-Unis aura lieu le 14 juin. Les créateurs de la musique soutiennent la position du Parlement européen et demandent le maintien de l'exclusion pure et simple des services audiovisuels et culturels du cadre des négociations.

L'importance de ces négociations commerciales transatlantiques ne doit pas faire perdre de vue l'enjeu crucial du maintien de la position constamment adoptée par l'Union européenne de faire de la diversité culturelle un des fondements de la construction européenne, notamment à travers la ratification de la Convention pour la protection et la promotion de la diversité des expressions culturelles en 2005 et l'exclusion traditionnelle des services audiovisuels et culturels du domaine des négociations bilatérales et de l'OMC.

Les propos ambigus du Président de la Commission ou du Commissaire De Gucht affirmant d'une part que la Commission européenne ne négociera pas ce qui fait aujourd'hui l'exception culturelle, à savoir les quotas audiovisuels et les subventions accordées par les Etats, tout en déclarant d'autre part que les services audiovisuels et culturels doivent tout de même figurer dans le mandat pour n'exclure aucun dossier des négociations, ne mettent pas ces services à l'abri de marchandages éventuels.

De fait, ce serait tout un pan des politiques de l'Union européenne qui serait compromis si l'exclusion de ces services n'était pas assurée, instaurant par exemple le danger pour le secteur de la musique d'une remise en cause des quotas radios qui ont joué un rôle crucial pour le maintien de la diversité sur les ondes.

De manière plus générale, les créateurs d'oeuvres musicales souhaitent à cette occasion souligner la nécessité de préserver, à l'égard des traditions différentes qui prévalent aux Etats-Unis, les spécificités du modèle européen de gestion collective, telle que la rémunération pour copie privée, qui contribuent à la promotion de la création en Europe.

C'est une évidence reconnue et partagée par tous : la culture n'est pas un bien comme un autre et il est crucial aujourd'hui que l'Union européenne se positionne fermement et clairement en faveur de l'exclusion de ces services, tant dans leurs modes de diffusion traditionnels que numériques, du mandat des négociations commerciales entre l'Union européenne et les Etats-Unis.

La musique et ses créateurs appellent solennellement les chefs d'Etat et de gouvernement européens à se prononcer en ce sens.

signer l'appel

 

Malgré la ratification en 2005 par 126 pays de la Convention pour la protection et la promotion de la diversité des expressions culturelles, malgré l’exclusion traditionnelle des services audiovisuels et culturels du domaine des négociations bilatérales et de l’OMC, malgré le vote récent d’une résolution du Parlement européen excluant ces services, y compris en ligne, du cadre du mandat de négociation avec les Etats-Unis, le risque de voir la culture considérée comme n’importe quelle autre marchandise fait sa réapparition. La Commission européenne à l’exception de 3 Commissaires a décidé le 13 mars d’intégrer les services audiovisuels et culturels dans son mandat de négociation lors des discussions commerciales qui débuteront cet été avec les Etats-Unis.

Les créateurs de la musique refusent avec force d’accepter ce retour en arrière et se mobilisent afin que les chefs d’État et de gouvernement européens se prononcent le 14 juin pour l’exclusion définitive des services audiovisuels et culturels de ces négociations transatlantiques.»

EUROPEAN COMMISSION CROSSES RED LINES:
European Audiovisual Industry Strongly Rejects The de Facto Inclusion Of Audiovisual Services In The TTIP

Statement signed by 12 European audiovisual organizations (10/6/2013)

The undersigned organisations express their deep concern and dismay at recent proposals made by EU Trade Commissioner De Gucht on the subject of audiovisual services and the negotiation mandate for the Transatlantic Trade and Investment Partnership with the US (TTIP).

In a purely tactical move the European Commission has recently proposed the introduction of so called "red lines" into the negotiating mandate laying down certain parameters allegedly safeguarding Europe's audiovisual sector. However, with this proposal, European audiovisual policy would clearly be included in the 'negotiation mass'. This 'exclusion through inclusion' approach would greatly put at risk autonomous regulation in Europe.

What is really at stake is Europe's capacity to handle the transition to the digital economy and an online market place which today is completely dominated by American giants such as Amazon, Apple iTunes, Google or Netflix. This encompasses a wide range of policy fields.

With the inclusion of audiovisual services in the negotiation, the European Commission is clearly expressing its intention to make commitments for online audiovisual services in the TTIP. On 23 May 2013, Trade Commissioner De Gucht stated to the European Parliament: "No one will touch the existing quotas or the necessary policy space to adjust our policy in view of the technological change; but, on the other hand, we do not believe there could be a serious argument in favour of increasing such space, for example by reserving the right to forbid foreign movies and TV programmes, for example, on video-on-demand services."

The very inclusion of "new" audiovisual services by the Commission in its draft mandate as well as the latest statements by Commissioner De Gucht are jeopardizing Europe's freedom to deploy both existing and future measures that may be needed in order to create a level playing field between offline and online services - on both sides of the Atlantic - at a time of major change for the audiovisual sector. By doing so, the Commission disregards 20 years of consistent policy making aimed at defending a certain approach to media regulation, culminating in the success of the UNESCO Convention for Cultural Diversity. It is also at odds with the position of the European Parliament and a significant number of Ministers for Culture.

The signatories of this press release are proud to operate in a European market open for competition. They are not asking for protectionist policies. They are asking for the liberty to regulate, where necessary, for a free, open and transparent market, putting the public good, cultural diversity and corporate interests into perspective. This is Europe's real offensive interest.

List of signatories:

CEPI - European Coordination of Independant TV Producers Elena Lai, Secretary General
CICAE - Confédération Internationale des Cinémas d'Art et d'Essai Dr. Detlef Rossmann, President
EBU - European Broadcasting Union : Nicola Frank, Head of European Affairs
EPC - European Producers Club Alexandra Lebret, Managing Director
EUROCINEMA - Association of films and television producers Yvon Thiec, General Delegate
EUROPA CINEMAS - International Network of cinemas for the circulation of European films Nico Simon, President
EUROPA DISTRIBUTION - European Network of Independent Film Distributors Adeline Monzier - General delegate
FERA - Federation of European Film Directors Elisabeth O. Sjaastad, Chief Executive
FSE - Federation of Screenwriters in Europe David Kavanagh, Executive officer
FIAD - International Federation of Film Distributors Associations Jelmer Hofkamp, Secretary General
SAA - Society of Audiovisual AuthorsCécile Despringre, Executive Director
UNIC - International Union of Cinemas Jan Runge, Chief Executive

Canada: L’exemption culturelle figurera dans le préambule de l’Accord Canada-Europe.

Le ministre des Relations internationales du Québec, Jean-François Lisée, a récemment déclaré à la presse que la Convention sur la diversité des expressions culturelles sera citée pour la première dans un accord de commerce entre le Canada et l’Union européenne et que l’exemption culturelle sera complète. Il a aussi indiqué le travail des négociateurs était maintenant complété et qu’il revenait maintenant aux politiques de donner leur approbation. Le ministre s’attend à la ratification prochaine de l’Accord. Voir cdc-ccd.org

Vote au Parlement Européen

Le PE s’est prononcé pour l’exclusion des secteurs audiovisuel et culturel du mandat des négociations commerciales UE-US. Lles résultats des votes sont les suivants : 381 votes en faveur ; 191 contre et 17 abstentions:

Le Parlement [...] (11.) estime indispensable que l'Union et ses États membres maintiennent la possibilité de préserver et de développer leurs politiques culturelles et audiovisuelles, et ce dans le cadre de leurs acquis législatifs, normatifs et conventionnels; demande donc que l'exclusion des services de contenus culturels et audiovisuels, y compris en ligne, soit clairement stipulée dans le mandat de négociation. (Liste des votes)

Les Coalitions européennes pour la diversité culturelle se félicitent de la position du Parlement européen en faveur de l’exception culturelle

Le Parlement européen, réuni en session plénière à Strasbourg, a envoyé aujourd’hui un message positif à l’attention du Conseil en adoptant à une large majorité (391 votes en faveur ; 191 contre et 17 abstentions) une disposition qui « demande que l’exclusion des services de contenus culturels et audiovisuels, y compris en ligne, soit clairement stipulée dans le mandat de négociation ».

Cette position montre, après la lettre des 14 Ministres de la Culture européens, que la pétition des cinéastes européens ainsi que la mobilisation du secteur culturel européen ont été prises en compte. Au-delà, il signifie que les représentants des citoyens européens ont entendu le message porté par tous ceux qui pensent que la diversité culturelle est au cœur de l’identité européenne.

Les Coalitions européennes appellent les 27 Etats membres à accorder l’attention qu’elle mérite à la position du Parlement européen et à suivre son appel. Malgré les déclarations de Messieurs De Gucht et Barroso, elles considèrent que l’exclusion des secteurs audiovisuel et culturel du mandat de négociation Etats-Unis-Union européenne est la seule et unique manière de garantir le droit souverain des Etats membres d’adopter et de mettre en œuvre des politiques culturelles, conformément à la Convention UNESCO de 2005.
(Communiqué du 24 mai 2013)

Le Parlement européen souhaite préserver l’exception culturelle

Birgit Heidsiek / cineuropa.org 23/05/2013

Le Parlement européen a voté aujourd’hui pour le maintien de l’exception culturelle dans le cadre du partenariat transatlantique pour le commerce et l’investissement. Les services culturels et audiovisuels doivent être exclus de l’accord de libre-échange entre l’Union Européenne et les États-Unis, a décidé l’organe parlementaire à Strasbourg. [...] La position du Parlement européen n’est pas sans incidence car il doit donner son approbation au moment de la conclusion des débats sur l’accord de libre-échange. La décision finale concernant le mandat sera à l’ordre du jour du Conseil européen le 14 juin. Lire l'article...

TTIP: Europäisches Parlament beschliesst: Kultur- und Medienbereich soll ausgenommen werden

Das Europäische Parlament hat in seiner heutigen Abstimmung zum Verhandlungsmandat der EU für das TTIP eine Ausnahme für den Kultur- und Mediensektor beschlossen.

Im Entschließungsantrag wurde formuliert, das Europäische Parlament "hält es für unerlässlich, dass die EU und ihre Mitgliedstaaten die Möglichkeit wahren, ihre Politik im kulturellen und audiovisuellen Bereich zu erhalten und weiterzuentwickeln, und zwar im Rahmen ihres Besitzstandes an Rechtsvorschriften, Normen und Übereinkommen, fordert daher, dass die Ausklammerung von Diensten mit kulturellen und audiovisuellen Inhalten, auch online, im Verhandlungsmandat eindeutig festgehalten wird." Somit wollen die EU-Parlamentarier die UNESCO-Konvention von 2005 über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in ihre handelspolitischen Entscheidungen einbeziehen. Damit unterstreichen sie, wie der Deutsche Kulturrat in einer Medienmitteilung unterstreicht, die Bindungswirkung dieses völkerrechtlichen Dokuments.

 

PETITION: L’EXCEPTION CULTURELLE N’EST PAS NÉGOCIABLE ! — L’ECCEZIONE CULTURALE NON E NEGOZIABILE! — THE CULTURAL EXCEPTION IS NON-NEGOTIABLE!

Signer la pétition... 

Deutschland: Erklärung der CDU/CSU

Erklärung des kultur- und medienpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen (Bönstrup) vom 16.5.13:

„Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion tritt neuen Liberalisierungsverpflichtungen für den Kultur- und Mediensektor entgegen. Wir begrüßen daher das Schreiben von 14 europäischen Kulturministern, darunter Staatsminister Bernd Neumann, an die irische EU-Ratspräsidentschaft zum geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (‚transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft‘, TTIP). Die Kulturminister fordern darin eine Ausnahme kultureller und audiovisueller Dienstleistungen aus allen Liberalisierungszusagen für den Handel.
In Analogie zu den GATS-Verhandlungen sollten Deutschland und die EU weiter auf Ausnahmeregelungen für den Kultur- und Mediensektor bestehen. Denn sonst steht unsere einzigartige kulturelle Vielfalt auf dem Spiel. Um diese zu sichern, ist Deutschland im Zuge der GATS-Verhandlungen dem UNESCO-Übereinkommen zum Schutz kultureller Vielfalt beigetreten. Mit diesem Beitritt hat Deutschland ein Bekenntnis zur besonderen Schutzbedürftigkeit des Kultur- und Medienbereichs abgegeben.
Die CDU/CSU-Fraktion befürchtet ohne eine kulturelle Ausnahme negative Folgen insbesondere für die deutsche Filmindustrie und ihre öffentliche Förderung sowie für die verfassungsrechtlich verbürgte Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.Quelle.

Treize pays rejoignent la France pour défendre l'exception culturelle

Treize ministres de la Culture européens, dont ceux de l'Allemagne, de l'Espagne et de l'Italie, ont cosigné une lettre (PDF) avec leur homologue française, Aurélie Filippetti, pour demander que le secteur audiovisuel soit exclu de l'accord de libre-échange à négocier entre les Etats-Unis et l'UE, a-t-on appris mardi. Cf. RTS-Info

EU-Kulturminister wollen Ausnahme für Kultur in EU-USA-Freihandelsabkommen

Auf Initiative von Frankreichs Kulturministerin Aurélie Filippetti richteten die Minister einen gemeinsamen Brief (PDF englisch français) in dieser Angelegenheit an die irische EU-Ratspräsidentschaft.  Cf. Communiqué Deutscher Kulturrat

Deutscher Kulturrat: Kulturelle Ausnahme ist bei Freihandelsabkommen zwischen EU und USA unverzichtbar

Der Deutsche Kulturrat, Spitzenverband der Bundeskulturverbände, fordert, dass beim geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (Transatlantic Trade and Investment Partnership TTIP) der Kultur- und Mediensektor ausgenommen wird. Diese Ausnahme müsse bereits in der Stellungnahme Deutschlands zum Verhandlungsmandat der EU unmissverständlich fixiert werden. Ebenso fordert der Deutsche Kulturrat, dass sich die Vertreter Deutschlands im EU-Handelsministerrat dafür stark machen, Kultur und audiovisuelle Dienste, einschließlich audiovisueller Online-Dienste, von den Verhandlungen auszunehmen. Diese Ausnahme müsse angesichts der Konvergenzentwicklungen im Medienbereich so formuliert werden, dass. nicht nur bestehende audiovisuelle Mediendienste davon erfasst werden können, sondern auch solche, die künftig entwickelt werden. Communiqué...

Verschiedene weitere Organisationen richteten in diesem Sinne Appelle an die Kommission, darunter die Europäische Filmakademie und die FERA (Europäischer Regieverband).

Les Coalitions européennes demandent à M. Barroso de défendre le secteur culturel et audiovisuel européen

Les treize Coalitions européennes pour la diversité culturelle ont conjointement rappelé à M. Barroso l’engagement de protéger et promouvoir la diversité des expressions culturelles pris par l’Union Européenne lors de la signature de la Convention UNESCO en 2006.
Elles lui ont instamment demandé d’obtenir l’exclusion du secteur culturel et audiovisuel du cadre des négociations commerciales avec les Etats-Unis. Lire la lettre (en anglais)...

 

Documents

WHY AUDIOVISUAL SERVICES MUST BE EXCLUDED FROM THE SCOPE OF THE EU-US FREE TRADE AGREEMENT (FTA)
( Prepared by Centre National du Cinema, CNC, Paris 18.3.2013, PDF)

Useful US documents: Final Report of the High Level Working Group on Jobs and Growth (February 2013) etc.


Liens /documents

www.stop-tisa.ch

Links zu Stellungnahmen und Petitionen deutscher Zusammenschlüsse (Deutscher Kulturrat)

France on collision course with EU commission over US trade deal (about audiovisual media)

Trade MEPs urge Council to launch trade and investment talks with US:

European Parliament Trade Committee Backs Cultural Exclusion From EU-US FTA

Culture fears over planned EU-US trade deal

European Film Academy Wants Movies Excluded From U.S. Free-Trade Talks

Time to talk business in EU-US trade talks

European Academy supports cultural exception

EU-U.S. free trade area can be driving force for development: Italian FM

http://www.shanghaidaily.com/article/article_xinhua.asp?id=141205

 

Meldungen / Messages
Links + Quellen / Liens et sources


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